Post verlängert Aufträge für Glaux Soft und BSI

Für fünf Millionen Franken wird Glaux Soft auch die nächsten vier Jahre die Versendelösung für Geschäftskunden (VGK) der Post pflegen und weiterentwickeln. Man habe den Auftrag 2010 in einer öffentlichen Ausschreibung erhalten, schrieb die Berner Software-Schmiede bereits bei der erstmaligen Verlängerung 2015.

Die jetzt erfolgte freihändige Vergabe begründet die Post damit, dass die Applikation in verschiedene Kernanwendungen integriert sei und entsprechendes Detailwissen benötige, "um Unterhalt und Weiterentwicklung wahrnehmen zu können". Darüber verfüge nur Glaux Soft.
 
Ausserdem setzt die Post ebenfalls für die nächsten vier Jahre weiterhin auf das CRM von BSI Business Systems Integration. Hier geht es um die Weiterentwicklung und Wartung der "Opera" genannten Contact-Center-Lösung. Dieser 4,9-Millionen-Franken-Auftrag wurde ebenfalls ohne Ausschreibung von der Post verlängert.
 
Im Zuschlag heisst es dazu, dass die Applikation lizenziert sei, "weshalb die Urheberrechte an dieser Software ausschliesslich bei der Zuschlagempfängerin liegen". Erweiterungen, die im Programmcode von Opera vorgenommen werden müssen und nicht über konfigurative Anpassungen erreicht werden können, müssen "zwangsläufig durch die Firma BSI Business Systems Integration" ausgeführt werden. Das gelte auch für Wartung und Support, die ebenfalls "aus genannten Gründen ausschliesslich durch die Zuschlagsempfängerin erbracht werden können".
 
BSI blickt selbst auf eine 20-jährige Kooperation mit der Post zurück. Neben Opera habe man unter anderem die Vertriebsdatenbank geliefert, die Schalterapplikation, die Basis für das B2B-Portal und die Software für den ersten Self-Service-Automat für den Zahlungsverkehr der Post, heisst es in der Referenzliste. Der Schweizer Salesforce- und SAP-Herausforderer hat im letzten Jahr mit 320 Mitarbeitern 55 Millionen Franken Umsatz erwirtschaftet. (vri)