Künftiges Windows 10 braucht grössere Festplatten

Microsoft nutzt das kommende Windows-10-Update vom Mai 2019, also die Version 1903, um die benötigten minimalen Hardware-Anforderungen zu erhöhen. Wie 'ars technica' berichtet, funktionierte bisher die 32-Bit-Windows-Version bei einem Mindestspeicherplatz von 16 GByte und die 64-Bit-Windows-Version mit 20 GByte. Neue sollen 32 GByte für beide Windows-Versionen nötig sein.
 
Ein Teil des zusätzlichen Speichers sei auf ein neues Verhalten zurückzuführen sein, das Microsoft mit der Version 1903 einführt. Um sicherzustellen, dass zukünftige Updates problemlos installiert werden können, sind sieben GB des Festplattenspeichers dauerhaft für den Installationsprozess reserviert, heisst es in dem Bericht weiter. Microsoft vermeide dadurch Out-of-Disk-Fehler bei der Aktualisierung.
 
Die neuen Festplattenanforderungen würden nicht für die Windows 10 IoT Edition gelten, weil diese Version im allgemeinen weniger Speicherplatz benötigt und damit schon mehr Spielraum für zukünftige Updates liefere. Auch an den Hardware-Anforderungen von Windows Server ändere sich nichts, da diese Version bereits mindestens 32 GByte Festplattenspeicher voraussetzt.
 
Wenn im Mai ein System nicht aktualisiert werden kann, bleibe es für den Rest der Lebensdauer bei der Version 1809 stehen. Der Support dafür laufe aktuell am 12. Mai 2020 für die Editionen Home, Pro und Pro for Workstations und am 11. Mai 2021 für die Edition Enterprise und Education ab. Die entsprechenden Services dafür würden aber noch bis zum 9. Januar 2024 Bugfixes und Sicherheitsupdates und bis zum 9. Januar 2029 Security Fixes vorhalten. (vri)