Die Channel-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 15 für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.

Namics: Stellenabbau wegen "angespannter Auftragssituation"
Letzten Oktober verkauften die 29 Partner Namics an den japanischen Konzern Dentsu. Gleichzeitig wurde die St. Galler Digitalagentur Teil der US-Digitalmarketing-Tochter Merkle und heisst seither "Namics – A Merkle Company". "Der Käufer will alle Mitarbeiter von Namics übernehmen, und auch die Standorte sollen bestehen bleiben", hiess es im Oktober. Nun kursieren Gerüchte, dass Namics in Deutschland 20 Mitarbeitende abbaue und in St. Gallen vier Namics-Fachleute ihre Stelle verlieren. Auf Anfrage von inside-channels.ch bestätigt Bernd Schopp, Namics CEO: "Es ist richtig, dass wir in Deutschland mit Mitarbeitern im Gespräch sind, das Arbeitsverhältnis aufzulösen." Die Situation in Deutschland wirke sich auch auf die Schweiz aus.
 
IBM lässt weitere Teile des Tafelsilbers fallen
Der seit Jahren stagnierende US-IT-Riese IBM will bekanntlich für viel Geld Red Hat übernehmen. Für den Preis von 34 Milliarden Dollar wird sich IBM verschulden müssen. Und macht früher zusammengekaufte Software-Familien zu Geld. So wird die Notes- und Domino-Groupware-Familie an die indische HCL gehen, was in der Schweizer Notes-Familie übrigens auf viel Wohlwollen trifft. Nun stösst IBM auch die ganze Marketing-Software-Familie ab. Diese wird bis etwa Mitte Jahr von der Beteiligungsfirma Centerbridge übernommen.

Hybrid-Cloud-as-a-Service: HPE und Nutanix finden sich (doch noch)
Im Bereich Hybrid-Cloud-as-a-Service ist eine neue Partnerschaft zu vermelden. HPE und Nutanix haben nämlich eine globale Partnerschaft geschlossen, die voraussichtlich im dritten Quartal 2019 Früchte tragen soll. Denn dann wollen die Firmen eine integrierte Hybrid-Cloud-as-a-Service-Lösung auf den Markt bringen. "Integriert" heisst, die beiden Firmen kombinieren "HPE GreenLake", das verbrauchsbasierte IT-Modell von HPE, und die Enterprise-Cloud-OS-Software von Nutanix samt dem integrierten AHV-Hypervisor.
 
Geht die Schweizer SoftwareOne an die Börse?
SoftwareOne mit Hauptsitz im Nidwaldner Stans soll den Börsengang planen. Medienberichten zufolge habe der Investor KKR die Investmentbank Rothschild mit der Planung eines Börsengangs von SoftwareOne beauftragt. Der Wert des Lizenzspezialisten wird auf mehrere Milliarden Schweizer Franken geschätzt. Weder SoftwareOne noch KKR oder Rothschild kommentierten die Berichte.
 
HP Schweiz: 60 und auch in Zukunft relevant?
HP Schweiz wird 60. Ist das überhaupt wichtig? Heute spricht man beim Feierabend-Bier über Blockchain und KI während die Produkte von HP, Notebooks und Printer, kaum mehr für Gesprächsstoff sorgen. Die Redaktion von inside-channels.ch hat HP-Schweiz-Chef Adrian Müller zu einem Gespräch eingeladen und ihn gefragt: Wie bleibt HP für Kunden und Partner relevant? "HP zeichnet sich durch Innovationskraft aus, aber auch durch die Fähigkeit, Tradition zu bewahren. Wir sind keine komplett neue Firma geworden, sondern haben ein grosses Erbe, so Müller.

Nie mehr eine Story verpassen? Abonnieren Sie unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter!