Betriebsrat kritisiert SAP-Umbaupläne

Bei SAP ist bekanntlich ein Umbau im Gange. Nun äussert sich der SAP-Betriebsrat kritisch zur Reorganisation bei der deutschen Softwareschmiede. SAP handle kurzsichtig und zu rigoros, sagt Eberhard Schick, Mitgründer des SAP-Betriebsrats, zu 'Reuters'.
 
Bekanntlich will SAP Bereiche wie Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Analytics Cloud ausbauen. In anderen Segmenten kommt es dafür zu einem Stellenabbau. Rund 4400 Mitarbeitende werden das Unternehmen verlassen. Insbesondere ältere Mitarbeitende sind von der Reorganisation betroffen.
 
In den USA sei es bereits zu Entlassungen gekommen und ganze Standorte seien dicht gemacht worden. "Know-how ist einfach weg, was man durchaus noch gebraucht hätte. Das zeigen ja auch die Rückholaktionen, von denen man im Nachgang erfahren hat", wird Schick von 'Reuters' zitiert. Dies weist SAP von sich. Die Behauptung, dass durch das Programm Wissen verloren gehe, treffe nicht zu.
 
In Deutschland sei der Abbau diese Woche angelaufen. Es werde aber noch bis zum Sommer dauern, bis man weiss, wie viele Leute im Rahmen des Freiwilligen- und Vorruhestandsprogramms gehen werden. (kjo)