Komplexe IT-Land­schaften erhöhen Security-Ein­nah­men

Quelle: Canalys, Cybersecurity Analysis , März 2019
Cisco, Palo Alto und Fortinet profitieren im Security-Markt. Andere weniger, sagt Canalys.
 
Knapp 37 Milliarden Dollar haben Unternehmen weltweit vergangenes Jahr für IT-Security-Technologie – exklusiv Consulting oder Services – ausgegeben. Dies entspricht den aktuellen Marktzahlen von Canalys zufolge einem Wachstum von etwas über neun Prozent im Vergleich zu 2017. Das Wachstum sei global relativ einheitlich, wobei es in der EMEA-Region mit einem Plus von 10,5 Prozent leicht über dem Durchschnitt liegt. "Wir haben im Jahr 2018 viele Übernahmen im Bereich der Cybersicherheit gesehen, da die Anbieter ihre Angebote erweitern, um von der Komplexität der Endbenutzer zu profitieren", sagt Claudio Stahnke, Research Analyst bei Canalys. "Das wird 2019 nicht aufhören, da der Markt nach wie vor stark fragmentiert ist und neue Bedrohungen die etablierten Unternehmen zwingen, ihre Plattformen weiter auszubauen."
 
Am meisten zugenommen haben laut dem Marktforscher die Ausgaben im Bereich Netzwerk Security. In diesen Bereich investierten Firmen vergangenes Jahr 14,3 Milliarden Dollar, was einem Plus von 12,6 Prozent entspricht. Das markante Wachstum im Netzwerk-Security-Bereich liegt laut Mitteilung an der Zunahme komplexer und hybrider IT-Umgebungen. Zum Vergleich: In die Endpoint Security flossen vergangenes Jahr 5,0 Milliarden Dollar und in den Schutz von Daten 1,9 Milliarden Dollar.
 
Mit einem Marktanteil von fast zehn Prozent bleibt Cisco Marktführer im Security-Bereich, so Canalys. Cisco verzeichnete im Jahresvergleich ein Wachstum von 14,3 Prozent. Mit einem beträchtlichen Wachstum von fast 30 Prozent im Jahresvergleich folgt Palo Alto Networks. Das Unternehmen kann seinen Marktanteil leicht auf knapp sieben Prozent ausbauen. Ebenfalls stärker als der Markt ist Fortinet gewachsen. Das Unternehmen verzeichnete laut Canalys-Zahlen ein Wachstum von über 18 Prozent und liegt am Marktanteil gemessen auf Rang fünf.
 
Cisco, Palo Alto und Fortinet, allesamt mit einem Fokus auf Netzwerk-Security-Produkte, haben den Gesamtmarkt übertroffen, so die Mitteilung der Marktforscher. "Die schnelle Einführung von mehreren Cloud-Services in Unternehmen, die ihre On-Premise-Infrastruktur dennoch behalten, hat hybride Umgebungen geschaffen, die komplex zu definieren und zu schützen sind, fügt Stahnke hinzu. Dies treibe das Wachstum im Bereich Netzwerk Security an.
 
Auf Platz drei lag 2018 Check Point mit einem Wachstum von fünf Prozent dank seines Cloud-Sicherheitsangebots, das kürzlich durch die Akquisitionen Dome9 und ForceNock im Bereich Identitätsmanagement und Websicherheit erweitert wurde.
 
Symantec kann sich zwar in der Liste der Top-Security-Hersteller als Viertplatzierter behaupten, musste aber vergangenes Jahr nach einer internen Untersuchung Federn lassen. Als einziger der von Canalys genannten Hersteller wuchs das Unternehmen nicht, sondern büsste Umsatz ein. Nach einem Minus von zwölf Prozent im Jahr 2018 geht Canalys aber davon aus, dass sich Symantec im laufenden Jahr wieder erholen wird. (kjo)