Windows 10: Neuer Update-Prozess, Frühlings-Release verschoben

Pleiten, Pech und Pannen, hiess es beim letzten Oktober-Update (Version 1809) für Windows 10. Die Anwender hatten mit Datenverlust, Blue Screen of Death (BSOD) und der Deaktivierung legitimer Kopien zu kämpfen. Eine solche Fehlerserie will Microsoft künftig verhindern und Usern mehr Kontrolle über Updates einräumen, wie aus einem Blogbeitrag von Michael Fortin, Corporate Vice President für Windows, hervorgeht.
 
Künftig soll nicht mehr automatisch ein Update gestartet werden, wenn es zur Verfügung steht. Stattdessen sollen User über die Möglichkeit informiert werden und den Prozess selbst initiieren können. Man könne dies im Bereich "nach Updates suchen" künftig so einstellen und Updates bis zu 35 Tage pausieren. Die Ausnahme bilden Windows-10-Geräte, die ans Support-Ende gelangen und ein Update notwendig machen.
 
Auch verspricht Microsoft explizit in enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern nach Bugs zu suchen. Und dank einer Analyse will man künftig auch besser erkennen, ob auf dem System gearbeitet wird, damit das Update keine aktiven Arbeiten unterbricht.
 
Zudem lässt sich Microsoft offenbar mehr Zeit mit dem Rollout. Das Frühjahrs-Update (Version 1903) ist fertig, soll aber erst Ende Mai ausgeliefert werden. Vorerst soll das Major-Update in der Release Preview umfassenden getestet werden. So würden Teilnehmer des Windows-Insider-Programms ab nächster Woche beliefert und die neue Version über einen Monat auf Fehler prüfen, wie Microsoft mitteilt.
 
Ende Mai soll das Frühjahrs-Update schliesslich für alle zur Verfügung stehen, die mittels "nach Updates suchen" aktiv danach Ausschau halten. Erst zu einem späteren Zeitpunkt will Microsoft dann die neue Version mit einem Hinweis breit bei allen Usern bewerben. (ts)