Microsoft entlässt "Windows Virtual Desktop" in den Public Preview

Vergangenen Herbst stellte Microsoft "Windows Virtual Desktop" (WVD) vor, nun kündigt der Konzern den Public Preview an – etwas später als geplant. Mit WVD können Unternehmen, so eine Mitteilung des Konzerns, Windows-Desktops und oder auch einzelne Anwendungen für ihre Anwender in Azure bereitstellen.
 
Die allgemeine Verfügbarkeit ist für das zweite Halbjahr 2019 geplant. Microsoft teilt zudem mit, WVD-Nutzern die Möglichkeit zu bieten, ihre Windows-7-Desktops zu virtualisieren, mit kostenlosem Extended-Security-Support bis Januar 2023. Dies bedeutet, dass Kunden, die WVD lizenzieren und kaufen, nach dem offiziellen Ende des Supports – und der Sicherheitsupdates für Windows 7 – von Microsoft im Januar 2020 weiterhin ohne zusätzliche Kosten Security-Updates für das Betriebssystem erhalten.
 
Um den Service nutzen zu können, brauchen Anwender ein Azure-Abonnement. Anschliessend können sie die virtuellen Maschinen und den benötigten Speicherplatz auswählen. Detaillierte Preise nennt Microsoft nicht, teilt aber mit, dass keine Zusatzkosten entstehen für Inhaber folgender Lizenzen: Microsoft 365 F1/E3/E5, Windows 10 Enterprise E3/E5 sowie Windows-VDA-Kunden. Auch für bestehende Windows-Server-Nutzer würden keine zusätzlichen Kosten entstehen, solange sie die bestehende Microsoft Remote Desktop Services (RDS) und die entsprechenden Client-Lizenzen verwenden.
 
Während des Public Previews können Desktops und Apps auf VMs in jeder Azure-Region bereitgestellt werden. Wie Microsoft schreibt, werde die Management-Lösung für diese VMs aus den USA heraus bereitgestellt (US Region East 2). Dies könne zu einer Datenübertragung in die USA führen. Microsoft werde beginnend mit der allgemeinen Verfügbarkeit damit beginnen, die Management-Lösung auf andere Azure-Regionen auszudehnen. (kjo)