Crealogix wächst und verzeichnet Verlust

Der Produktmix von Crealogix zeigt den Wandel zu SaaS (Screenshot)
Der Zürcher Bankensoftwarespezialist Crealogix publizierte die ersten Halbjahreszahlen des Geschäftsjahres. Der Umsatz sei um 29 Prozent auf 51 Millionen Franken gestiegen, so die Mitteilung. 64 Prozent des Umsatzes erzielte die Firma im Ausland, aber auch der Umsatz im Heimmarkt wachse.
 
44 Prozent des Umsatzes seien wiederkehrende Einnahmen (plus 48 Prozent). Die Profitabilität (EBITDA) betrug im ersten Halbjahr 3,3 Millionen Franken, womit man eine EBITDA-Marge von sechs Prozent erzielen konnte (elf Prozent in der Vorjahresperiode).
 
Zu den Gründen schreibt Crealogix von zwei einflussreichen Faktoren: "Einerseits hält der Wechsel vom traditionellen Lizenzverkauf mit Einmallizenzen hin zum Lizenzmietmodell (Software as a Service 'SaaS') weiter an. Dieses Modell ist für Crealogix langfristig interessanter, da die Lizenzerträge jährlich über die gesamte Vertragsdauer anfallen." Insgesamt seien höhere Lizenzerträge als beim Einmallizenzmodell zu erwarten. "Andererseits verzögerten sich Auftragsvergaben."
 
In Zahlen bedeutet dies einen Rückgang der traditionellen Lizenzverkäufe von 8,1 Millionen Franken auf 5,7 Millionen Franken.
 
Dies alles resultierte in einem Reinverlust von 1,4 Millionen Franken. Beim Free Cash Flow verzeichnete Crealogix ein Minus von 2,1 Millionen Franken. "Free Cash Flow 18/19 beinhaltet CAPEX für Infrastrukturinvestitionen in der Schweiz von 1,1 Millionen Franken", so die Firmenpräsentation ergänzend.
 
Im ersten Halbjahr stieg die Eigenkapitalquote von 63 Prozent auf 65 Prozent. Die Crealogix-Gruppe hält für das Geschäftsjahr an der Umsatzprognose von über 100 Millionen Franken fest.
 
Aktuell zählt die Gruppe 688 Mitarbeitende, 100 Mitarbeitende von ELAXY Business Solutions & Services eingerechnet, die man 2018 komplett übernommen hat. (mag)