Salt stagniert

Der Telekommunikationsanbieter Salt hat im vergangenen Jahr etwas weniger umgesetzt und verdient. Der Umsatz sank um 2,1 Prozent auf 1,03 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) fiel um 0,8 Prozent auf 468,3 Millionen.
 
Grund für den Umsatzrückgang ist die Senkung der MTR (Mobilfunkterminierungsgebühren). Ohne diese Senkung hätte der Umsatz leicht zugenommen. Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde ist geschrumpft, schreibt Salt im Geschäftsbericht, der heute veröffentlicht wurde. Einen Teil des Rückgangs habe das neue TV- und Internetgeschäft wettgemacht, in das Salt im vergangenen März eingestiegen war. Dabei benutzt das Unternehmen die Glasfaserleitungen von Stromversorgern.
 
Unter dem Strich verdoppelte sich der Reingewinn beinahe auf 72,2 Millionen Franken. Dies ist massiv gesunkenen Abschreibungen und Amortisationen sowie viel tieferen Finanzkosten zu verdanken. Allerdings war im Vorjahr der Gewinn um fast zwei Drittel abgestürzt.
 
Massiv weniger investiert
Salt hat die höchste EBITDA-Marge (rund 45 Prozent) der drei Mobilfunkanbieter in der Schweiz. Allerdings hat der Telekommunikationsdienstleister seit dem Verkauf der damaligen Orange an den französischen Unternehmer Xavier Niel immer wieder Stellen abgebaut und letztes Jahr auch massiv weniger investiert. 2017 gab man noch 381 Millionen für Investitionen aus, 2018 waren es nur noch 205 Millionen Franken.
 
Man darf gespannt sein, ob Salt beim Bau der 5G-Infrastrukturen mit den beiden grösseren Konkurrenten mithalten kann. Salt setzt auf den finnisch-französisch-amerikanischen Telekomausrüster Nokia und will "ab der zweiten Hälfte des Jahres" Dienstleistungen auf Basis des neuen Mobilfunkstandards anbieten. (hc / sda)