Bund: weniger Geld für externe Berater, mehr Geld für Informatiker?

Der Nationalrat hat entschieden, dass der Bund die Ausgaben für externe Berater senken muss. Eine nun von beiden Räten angenommene Motion fordert, dass die Ausgaben für externe Berater in den nächsten drei Jahren jährlich um vier Prozent gesenkt werden.
 
Das Parlament setzte auch einen Richtwert fest: Die Ausgaben für die externen Berater sollen in der Regel nicht mehr als drei Prozent der Personalausgaben ausmachen.
Einen relevanten Anteil der Beratungsausgaben beim Bund dürften Informatik-Dienstleistungen ausmachen, auch wenn uns dazu konsolidierte, aktuelle Zahlen inklusive abgeschlossene Rahmenverträge mit IT-Dienstleistern fehlen.
 
Der Nationalrat hat zudem entschieden, dass der Bund die Personalausgaben auf dem Stand des Voranschlags 2019 plafonieren soll. Er nahm eine entsprechende Motion der Finanzkommission des Nationalrats an.
 
Die Motionäre haben den Vorstoss mit "konkreten Aufgabenstreichungen" sowie Effizienzgewinnen durch die Digitalisierung der Bundesverwaltung begründet.
 
Der Vorstoss geht nun in den Ständerat.
 
Der Bundesrat hat Ablehnung beantragt: Die Digitalisierung werde zwar zu Effizienzgewinnen durch Automatisierung führen, aber erst längerfristig. "Vorerst generiert sie in verschiedenen Bereichen einen Mehrbedarf an personellen Ressourcen". Abgesehen davon hänge die Digitalisierung nicht mit einem Aufgabenabbau bei der Verwaltung zusammen. (mag/sda)