Ballmer hat Microsoft im Blut, setzt aber auf AWS

Das Basketball-Team LA Clippers, in Besitz von Steve Ballmer, hat sich für AWS als Cloud-Partner entschieden. Ballmer war immerhin 14 Jahre lang CEO von Microsoft und unter seiner Führung wurde der Azure-Cloud-Service entwickelt.
 
Der ehemalige Microsoft-Chef sagte, es sei ihm unangenehm, einen Deal mit Microsofts grösstem Konkurrenten abzuschliessen. Aber er habe sich für die AWS-Services entschieden, da das Tool CloudVision, das bei den Clippers im Einsatz ist, bereits auf AWS laufe.
 
"Habe ich Microsoft im Blut? Natürlich habe Microsoft im Blut", sagte Ballmer im Gespräch mit 'Bloomberg'. Aber Amazon habe gute Arbeit geleistet.

Im Zuge der Zusammenarbeit werde AWS exklusiver Cloud-Anbieter der Clippers. Das Team werde auch AI-basierte Tools vom Unternehmen beziehen. Weder Amazon noch das Team gaben gegenüber 'Bloomberg' an, welchen Umfang der Deal hat.
 
CloudVision, ein Tool von Second Spectrum, werde vom Basketball-Team für die Entwicklung und Bereitstellung einer Mobile-App genutzt. Diese ermögliche es, Clippers-Spiele mittels Augmented-Reality-Funktionen anzureichern. Etwa können in Echtzeit die Namen der Spieler oder Diagramme eingeblendet werden.
 
Second Spectrum setze bereits seit Jahren auf AWS. Es wäre für das Unternehmen eine Herausforderung und ein grosser Aufwand gewesen, für nur einen Kunden die Technologie anzupassen, um andere Public-Cloud-Anbieter zu nutzen. Ballmers Schritt sei deshalb "rational und vernünftig", sagte Rajiv Maheswaran, CEO von Second Spectrum, zu 'Bloomberg'. (kjo)