Mediamarkt Schweiz verzeichnet positives Weihnachtsgeschäft

Ein Sprecher des Mutterhauses Ceconomy erklärt warum und nennt Prognosen für die Schweiz.
 
Ceconomy, das Mutterhaus auch vom Schweizer Mediamarkt, weist für das Weihnachtsquartal 2018 wieder positive Zahlen aus. Für die Schweiz resultierte wie in der gesamten DACH-Region ein Umsatzplus von 2,7 Prozent.
 
Der gebeutelte Konzern konnte in diesem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018/2019, es wurde Ende Dezember abgeschlossen, erstmals nach 12 stagnierenden oder rückläufigen Monaten den Umsatz wieder steigern: Dies konkret um 1,7 Prozent auf knapp 6,9 Milliarden Euro, wie es in einer Mitteilung heisst. Als Grund dafür wird eine bessere Planung der Aktionstage rund um den "Black Friday" genannt. Diese habe sich insbesondere auf das Online-Geschäft ausgewirkt, das von 787 Millionen Euro auf gut eine Milliarde Euro gewachsen ist, also um 28 Prozent.
 
Kosten, die für Restrukturierung und Führungswechsel angefallen sind, verhagelten aber das operative Ergebnis. Die Kosten beliefen sich 34 Millionen Euro, "die auf Wechsel der ersten und zweiten Führungsebene insbesondere bei der Ceconomy AG, der Media-Saturn-Holding GmbH sowie der deutschen Landesgesellschaft" zurückzuführen sind. Lag der Gewinn vor Steuern und Zinsen im Vorjahresquartal bei 253 Millionen Euro, resultierten diesmal noch 234 Millionen Euro.
 
Im zentralen DACH-Geschäft setzte der Konzern knapp 4,1 Milliarden Euro um (plus 2,7 Prozent). Auf Anfrage bestätigt Fabian Vorländer von Investor Relations bei Ceconomy, dass dieser Zuwachs auch in der Schweiz erwirtschaftet werden konnte.
 
Allerdings muss man dazu wissen, dass die Umsatzjahreszahlen für die Schweiz seit der Gründung von Ceconomy rückläufig sind. Waren für das Geschäftsjahr 2016/17 erstmals 635 Millionen Euro für das hiesige Business ausgewiesen worden, lagen sie ein Jahr später noch bei 569 Millionen Euro (PDF). Und auch in diesem Jahr wird das DACH-Geschäft rückläufig sein, bestätigt Vorländer.
 
Zwar erwartet der Konzern insgesamt "gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Wachstum des Gesamtumsatzes". Doch das DACH-Geschäft werde dabei leicht rückläufig sein, sagt der Sprecher, was auch die Umsätze in der Schweiz betreffe. Diese werden abermals knapp unter Vorjahr liegen.
 
Im Bericht zu den aktuellen Quartalszahlen weist Ceconomy darauf hin, dass man das Kreditgeschäft in der Schweiz zum 1. Oktober 2018 outgesourct hat. Es handle sich um ein Konsumentenkreditportfolio in Höhe von 100 Millionen Franken. Das Angebot, Produkte via Kredit über drei Jahre abzubezahlen, bestehe aber weiter, erläutert Vorländer. Neu werde es von einem Partner geführt. Dessen Namen will er allerdings nicht sagen.
 
Die Auslagerung der Kundenforderungen, "erlaubt der Schweizer Landesgesellschaft liquide Mittel freizusetzen und somit das Nettobetriebsvermögen zu stärken", heisst es in der Mitteilung. Relevant für Umsatz und Gewinn sei die Verlagerung des Kreditgeschäfts an einen Partner nicht, so Vorländer. (vri)