Azure-Ausfälle: Microsoft will nicht mehr mit fremden DNS-Providern arbeiten

Wegen technischen Störungen hatten manche Azure-Kunden letzte Woche gleich mehrmals Probleme, auf ihre Services zuzugreifen. Am 29. Januar waren Kunden global betroffen, am 30. Januar User in den USA und am 1. Februar Kunden in Europa.
 
Auf seinem Azure Statusportal hat Microsoft nun die Ursachen der ersten beiden Vorfälle bekannt gegeben. Am 30. Januar war demnach ein Gerät im Netzwerk schuld, das sich an einem Firmware-Update verschluckte. Es kappte gewisse Verbindungen. Eigentlich hätte die Azure-Plattform diese Fehlfunktion automatisch erkennen und das Gerät isolieren sollen, aber dies geschah nicht.
 
Am 29. Januar lag der Fehler gemäss Microsoft dagegen ausserhalb von Azure selbst. Die Server eines externen DNS-Providers – den Namen nennt Microsoft nicht – versagten nach einem Software-Update. Microsoft brauchte danach einige Zeit, um betroffene Azure-Services auf einen alternativen Provider umzuschalten. Weil auch Azure Active Directory darunter war, konnten User auch teilweise nicht auf Services zugreifen, die eigentlich den Azure-eigenen DNS-Dienst verwenden.
 
In Zukunft möchte Microsoft nun seine Abhängigkeit von anderen DNS-Providern beenden. Azure Active Directory und weitere Dienste, für die gegenwärtig ein anderer DNS-Provider benützt wird, sollen auf die eigene Azure DNS-Hosting-Lösung umgestellt werden. (hjm)