Smartphone-Verkäufe: Huawei trotz rückläufigem Markt auf dem Vormarsch

Knapp fünf Prozent weniger Smartphones sind im letzten Quartal 2018 verkauft worden. Das besagen jedenfalls die jüngsten Zahlen der Auguren von IDC. Statt rund 395 Millionen Stück wie im Vorjahresquartal gingen noch rund 376 Millionen Geräte über die Ladentische. Für das Gesamtjahr 2018 hat IDC 1,04 Milliarden Stück gezählt, gut 60 Millionen Smartphones oder rund vier Prozent weniger als 2017.
 
Begründet werden die rückläufigen Zahlen unter anderem mit der Sättigung der grossen Märkte. So seien nur schon auf dem wichtigen chinesischen Markt rund zehn Prozent weniger der Alleskönner abgesetzt worden.
 
Wachstumsmärkte seien Indien, Indonesien, Korea und Vietnam, ansonsten habe man 2018 aber kaum positive Aktivitäten gesehen, schreibt IDC. Bedeutsam für den Rückgang seien aber auch die immer längeren Austauschzyklen, politische und wirtschaftliche Unsicherheit und zunehmende Frustration der Verbraucher wegen der stetig steigenden Preise.
 
Bei den Herstellern lieferte sich Apple mit Huawei ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die iPhone-Bauer sind 2018 mit 14,9 Prozent der Marktanteile wieder an Huawei (14,7 Prozent) vorbeigezogen und belegen den zweiten Platz hinter Platzhirsch Samsung (20,8 Prozent).
 
Interessant sieht es hingegen bei der Marktverteilung der fünf grössten Hersteller aus. Sie teilen sich inzwischen 69 Prozent des Marktes, im Vorjahr waren es erst gut 60 Prozent. Aber während Samsung 5,5 Prozent verlor und Apple sogar 11,5 Prozent, haben die drei chinesischen Verfolger Huawei (plus 43,9 Prozent), Oppo (plus 6,8 Prozent) und Xiaomi (plus 1,4 Prozent) zulegen können. (vri)