Was will der Schweizer ICT-Markt?

Bild 1: Welche Technologien beschäftigen die Unternehmen heute?
Wo steckt das Business für Channel-Player heute und wie sieht es in drei Jahren aus? Einen Einblick gab Philipp A. Ziegler, MSM Research, am Inside Channels Forum.
 
Einen Besucherrekord verzeichnete das vierte Inside Channels Forum, das gestern in Aarau über die Bühne ging. Neben der Keynote von Sita Mazumder, Hochschule Luzern, zum Thema KI und Digitalisierung gehörte die Analyse der Entwicklungen der ICT-Branche von Philipp A. Ziegler, MSM Research, zu den Highlights der Veranstaltung.
 
Auf 18,8 Milliarden Franken werden sich die B2B-ICT-Ausgaben im Jahr 2019 belaufen, so die Prognose von Ziegler. Das sind 650 Millionen Franken mehr als im Jahr zuvor. Sourcing-Services werden immer stärker nachgefragt. Würde man die Sourcing-Ausgaben ausklammern, würde der Markt um rund zehn Prozent schrumpfen.
 
Hier steckt jetzt das Business für den Channel
Jeder achte Franken, den Unternehmen in die IT stecken, fliesst in die IT-Security, so Ziegler. Neben Security sind Mobile Computing und Cloud Computing die Themen, mit denen sich Unternehmen am meisten beschäftigen (siehe Bild oben). Hier steckt heute das Business für die Channel-Player, so Ziegler an seinem Vortrag in Aarau. Während es bei den IT-Abteilungen das Thema Security ist, das sie am meisten beschäftigt, ist es bei den Fachbereichsleitern häufig das Thema Datenschutz. Stichwort: DSGVO. "Schreiben Sie sich das auf die Marketing-Fahne", sagte Ziegler.
 
Weitere wichtige Themen für die Kundenunternehmen sind heute Data Analytics, Big Data und IoT. Im Analytics-Bereich gebe es derzeit Wachstumsraten von 30 bis 40 Prozent. Dahingegen befinden sich Blockchain und Künstliche Intelligenz bei den Firmen noch nicht sehr häufig auf der Prioritätenliste.
 
Channel muss sich auf Veränderungen einstellen
Zwei Faktoren gibt es für die Channel-Player in diesem Zusammenhang zu beachten. IT-Projekte werden in Unternehmen immer häufiger aus den Fachabteilungen selbst angestossen und nicht in den IT-Abteilungen. Diese sei eine Herausforderung
Bild 2: Mit welchen Technologien beschäftigen die Unternehmen in drei Jahren?
für die Channel-Player, da sich das Zielpublikum verändere. Diese Veränderung wirke sich auch auf das Marketing oder den Sales aus.
 
Ausserdem, so der zweite Punkt, den Ziegler betont, werden sich die Prioritäten rasch ändern. Das oben umschriebene Bild, werde sich innert drei Jahren markant ändern. KI steht bei den befragten Unternehmen plötzlich ganz oben auf der Prioritätenliste und auch Blockchain, Augmented- und Virtual Reality wie auch Edge Computing werde die Unternehmen schon in den kommenden drei Jahren beschäftigen (siehe Bild 2). Auf das müssen die Anbieter vorbereitet sein und sich jetzt richtig aufstellen, glaubt Ziegler. "Das wird die grosse Challenge sein," schliesst er. (Katharina Jochum)
 
Hinweis: Was sind die aktuellen und künftigen Erfolgsfaktoren im Business für die Channel-Player und was läuft in der Zusammenarbeit mit den Vendors? MSM Research führt dazu aktuell eine Befragung durch. Die Umfrage läuft noch und Interessierte können online daran teilnehmen.