Acrevis Bank kriegt neue Plattform von Puzzle ITC und VSHN

Die Bank will schneller und agiler werden und entschied sich für bimodale IT und gegen eine Standard-Plattform.
 
Die Schweizer Regionalbank Acrevis will eine Technologie-Plattform für neue Digitalisierungs-Vorhaben schaffen. Dies teilt das Unternehmen mit. Die Plattform bilde das Fundament, um auch schneller und effizienter auf neue Marktbedingungen und Kundenwünsche reagieren zu können.
 
Als Partner für den Bau der Plattform hat die St. Galler Bank Puzzle ITC und VSHN gewählt. Laut Mitteilung sind Detail-Anforderungen schon erarbeitet und die Skalierbarkeit eine Grundvoraussetzung.
 
Es ist auch schon weiteres klar, wie Puzzle ITC auf Anfrage erläutert.
Es handle sich grundsätzlich um eine "Two-Speed-Integrationsarchitektur", beziehungsweise "bimodale IT". Stabil und längerfristig geplant ist die Weiterentwicklung im Backend-Bereich mit den (Legacy)-Kern-Systemen, in diesem Falle von Finnova. Schneller, agiler und experimenteller ist das Vorgehen und das Tempo, wenn es um kunden- und partnerseitige Applikationen geht.
 
In diesem fast schon "traditionellen" Konzept kommen die neuen IT-Partner zum Einsatz.
 
Damit die Digitalisierungsprojekte eine "Überholspur" erhalten, hat sich Acrevis nämlich für die Appuio-Container-Plattform entschieden. Diese haben Puzzle ITC und VSHN auf Openshift-Basis als PaaS-Modell auf den Markt gebracht. Die Bank hat die Appuio-Version in einer Private Cloud gewählt, so die Acrevis-Sprecherin auf Anfrage.
 
Darüber hinaus werde die neue Plattform "ein standardisiertes Umfeld für künftige Anwendungen und Dienste" bieten, so die Puzzle ITC-Sprecherin.
 
Nun wird Acrevis mit neuen Technologien und Tools wie DevOps und Openshift ausgestattet, strategisch gesehen aber will Acrevis keine "Big Bangs". Die Bank will "klein starten und mit den Bedürfnissen wachsen" und dies sollen die beiden IT-Partner gewährleisten helfen.
 
Zur Evaluation und den Plänen
Zur Realisation dieser und weiterer Digitalisierungsvorhaben hatte die Bank vor einigen Monaten angekündigt, den Digitalisierungs- und Innovationsfonds der Tochter Acrevis on AG mit weiteren 20 Millionen Franken auszustatten. "Für die Zukunft besteht die Vision eines integrierten Kundenportals", hatte es letzten September geheissen. "Die Plattform ist die Basis auf dem Weg dahin", so die Sprecherin der Bank heute. "Bis Mitte Jahr soll die Plattform stehen und es soll auch die erste Applikation darüber laufen können".
 
Dem Entscheid für Puzzle ITC/VSHN sei eine Evaluation vorausgegangen, die Ende Oktober 2017 begonnen habe, so die Acrevis-Sprecherin. Aus initial zehn möglichen Lieferanten seien am Schluss noch zwei zur Wahl gestanden. Als es um den Entscheid "Make or Buy?" ging, habe man sich für "Make" entschieden, um keine vom Lieferanten vorgegebene Roadmap einhalten zu müssen. (mag)