Aspectra zwischen "Knochenarbeit" und "Goldschmied"

Auch der Hosting-Anbieter Aspectra erzielt einen immer grösseren Anteil des Umsatzes mit Managed Services.
 
Der Zürcher Hosting-Anbieter Aspectra beschäftigt rund 40 Mitarbeitende und erzielte letztes Jahr einen Umsatz von zehn Millionen Franken. Während der Umsatz an sich stabil geblieben ist, hat sich der Trend hin zu Managed Services "akzentuiert", so Aspectra-Geschäftsführer Kaspar Geiser zu inside-channels.ch. Heute stammen rund 85 Prozent des Umsatzes aus vertraglich zugesicherten Managed Services, so Geiser. Die Zahl der Systeme, die von Aspectra betreut werden, hat sich um 15 Prozent erhöht.
 
Interessant ist Geisers Sicht auf die Nachfrage der Kunden. Geht es um Hosting, so wird "Knochenarbeit" nachgefragt. Gemeint ist der Betrieb von Applikationen und deren Infrastruktur. Geht es um Security-Dienstleistungen, so erbringt Aspectra hingegen eher hoch spezialisierte Dienstleistungen. "Im Security-Bereich arbeiten wir wie Goldschmiede", sagt Geiser. Denn Commodity-Dienstleistungen wie das Managen von Firewalls kauft auch Aspectra ein. Geht es hingegen um branchen- und kundenspezifisches Know-how, zum Beispiel dem Überwachen von Login-Prozessen eines Kunden in der Gesundheitsindustrie, kommt Aspectra ins Spiel.
 
Potential sieht Geiser beim Managen von Public-Cloud-Lösungen. Doch noch sei es schwierig, die richtigen Services zu identifizieren, denn das Portfolio der verschiedenen Anbieter ist "unendlich variabel." Public-Cloud-Dienste von Aspectra sind etwa VPN-Acces, der 7x24-Betrieb von virtuellen Maschinen und das Monitoring von Anwendungen in Public Clouds. (hc)
 
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