CPU-Mangel verhagelt das Weihnachts­geschäft mit PCs

Laut Gartner wurden im letzten Quartal, also von Oktober bis Dezember 2018, weltweit 68,6 Millionen PCs abgesetzt. Dies entspreche im Vorjahresvergleich einem Rückgang von 4,3 Prozent, schreiben die Marktforscher – auf das Jahr gerechnet sank der Absatz um 1,3 Prozent. Es ist nach Gartner-Zahlen das siebte Jahr in Folge mit rückläufigen Absatzzahlen im PC-Markt.
 
Die Nachricht folgt aber nach zwei Quartalen mit positiver Entwicklung des Absatzes und unterläuft den vorsichtigen Optimismus, der sich laut Gartner gerade abgezeichnet hatte. Schuld für die schlechte Entwicklung sind laut Analysten zwei bekannte Faktoren: Unsicherheiten auf politischer und wirtschaftlicher Ebene und die schon länger bestehende Knappheit von Intel-CPUs.
 
Auch bei Schweizer Distis ist die CPU-Knappheit angekommen. So sagte Daniel Rei von Alltron auf Nachfrage von inside-channels.ch, dass man die Shortage stark gemerkt habe und sie eine Auswirkung etwa auf den Absatz von Mainboards hatte. Auch ein anderer der grossen hierzulande tätigen Distis gab dasselbe zu Protokoll. Dort erklärte man aber, dass derzeit eher positive Signale eintreffen würden und man auf nachhaltige Besserung hoffen dürfe.
 
Global gesehen waren nicht alle Vendors gleich betroffen: Marktführer Lenovo machte 5,9 Prozent mehr Absatz mit PCs als im Vorjahreszeitraum. Der chinesische Hersteller erreicht damit 24,2 Prozent Marktanteil. Auch Dell auf Platz drei konnte mit 1,4 Prozent etwas Boden gut machen.
 
Bei allen anderen stand ein Minus vor der Wachstumsziffer: Minus 4,4 Prozent für HP Inc. und Minus 3,8 Prozent für Apple. Auf den unteren Rängen wurde es dann zweistellig: Asus setzte 10,7 Prozent weniger ab als im vierten Quartal 2017, Acer verbuchte ein Minus von 18,3 Prozent, die übrigen Hersteller zusammen schliesslich -12,9 Prozent. (ts)