Avaya justiert ein Jahr nach Börsengang das Partnerprogramm

Avaya hat eine Reihe von Änderungen am sogenannten Edge-Partnerprogramm vorgestellt, die das Leben der Channel-Partner vereinfachen und die Cloud-Verkäufe stimulieren sollen.
 
Als Grundlage habe man sich bei den Partnern umgehört, so der Anbieter von Telefonie, Callcenter-Technologie und Datennetzlösungen. Nun glaubt Avaya ein Programm zu bieten, durch das Partner jeglicher Grössenordnung profitieren und wachsen können.
 
Im Einzelnen wird die Vereinfachung der Anforderungen und der Funktionsweise der Programme angekündigt. Die Anforderungen, um Leistungen zu erhalten, werden gesenkt und es gibt "deutlich mehr Rabatt" für den Verkauf neuer UC- oder CC-Lösungen, so Avaya. Ausserdem stelle man das Programm vom Avaya-Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr um, was eine Vereinfachung bedeute.
 
Carl Knerr, Channel-Programm-Stratege von Avaya, verspricht: "Wir haben nicht nur die Programme vereinfacht, sondern auch, wie wir unsere Partner geschult haben. Ein Programm mit bislang 126 möglichen Provisionen haben wir auf neun vereinfacht. Dies macht die Provisionen nicht nur vorhersehbarer, sondern eliminiert auch eine schmerzhafte rückwirkende Leistungsbeurteilung, die einen manuellen Einspruchsprozess beinhaltete".
 
Zwischen 2017 und 2018 stieg die Anzahl der rabattfähigen Avaya-Partner laut Mitteilung um 281 Prozent, und die Anzahl Partner, welche mehr als zehn Prozent Wachstum verzeichneten, stieg um 159 Prozent. Die Strategie für 2019 werde auf diesen Ergebnissen aufbauen, so Avaya.
 
Nun klingen Vereinfachung von komplexen Strukturen und Anreizsystemen in vielen Ohren sicher gut. Die Resultate werden zeigen, ob es auch in den Kassen der Partner klingelt. In den Aktienkursen reflektiert sich dies nicht: Die Avaya-Aktien werden seit rund einem Jahr an der Börse gehandelt und haben seither um 22,55 Prozent nachgegeben. (mag)