Patentmaschine IBM (Zürich)

Im Letzten Jahr hat IBM mit diesmal 9100 Patenten abermals die Erfinderkrone in den USA übernommen, notabene das 26. Mal in Folge, so eine Mitteilung des Techriesen. Und abermals sei mit dieser Menge an Patenten ein neuer Rekord erzielt worden. Fast die Hälfte der Erfindungen beträfe die Bereiche KI, Cloud Computing, Security und Quantum Computing, heisst es weiter.
 
Wobei aus dem Zürcher Labor 270 der erteilten Patente stammten. Die Pressestelle von IBM Research – Zurich verweist beispielhaft auf "Neuromorphic synapses", eine neuromorphe Technologie, die sich auf Computersysteme bezieht, die von biologischen Architekturen des zentralen Nervensystems inspiriert sind. Ausserdem wird auf "Shared data encryption and confidentiality" verwiesen, ein Ansatz zur Komprimierung und Deduplizierung verschlüsselter Daten, der die Verschlüsselung und die Vertraulichkeit der Daten nicht beeinträchtigt.
 
Grosse Zahlen und vielversprechende Ansätze, doch was bringt das alles? Es dürfte genügen, die Ausführungen von vor ziemlich genau einem Jahr des aktuell pausierende inside-it.ch-Kolmunist Beat Welte zu erinnern: "Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind sicher: Der Tod und die Steuer, meinte Benjamin Franklin. Und, so möchte man anfügen, jeden Januar wieder die Pressemitteilung von IBM, dass man auch letztes Jahr wieder eine Rekordzahl von US-Patenten angemeldet habe." Das Problem sei nur, dass die IBM-Forschungsresultate kaum mehr etwas zum Geschäftserfolg von Big Blue beitragen, da die Umsätze seit Jahren schrumpfen (ausser während einiger Monate 2018). (vri)