DXC schluckt Luxoft für 2 Milliarden Dollar

Die Übernahme des Zuger Unternehmens soll das Wachstum von DXC beschleunigen.
 
Der Name Luxoft ist zwar in der Schweiz nicht sehr bekannt, das Unternehmen mit Hauptsitz in Zug ist aber doch ein grösserer Player im globalen IT-Geschäft. Der Consulter, Outsourcer und Softwareentwickler beschäftigt global rund 13'000 Mitarbeitende und machte in den vergangenen vier Quartalen einen Umsatz von 911 Millionen Dollar.
 
Nun dürfte Luxoft vom IT-Dienstleistungsriesen DXC übernommen werden, der 2017 aus der Fusion von CSC und HPE Enterprise Services entstanden ist. Die beiden Verwaltungsräte sind sich handelseinig, und die Besitzer von 82 Prozent der Luxoft-Aktien haben dem von DXC gemachten Angebot von 59 Dollar in bar pro Aktie bereits zugestimmt. Dies entspricht einem Kaufpreis von rund zwei Milliarden Dollar. Die Transaktion soll, fall nicht noch Behörden ein Veto einlegen, im Juni 2019 abgeschlossen werden.
 
Luxoft wird auch nach der Übernahme vorerst unter seinem eigenen Namen, aber mit dem Zusatz "a DXC Company" weiteroperieren. Der aktuelle CEO Dmitry Loschinin will an Bord bleiben und wird direkt dem CEO von DXC, Mike Lawrie, unterstellt sein.
 
Dieser glaubt, dass die Angebote der beiden Unternehmen sich sehr gut ergänzen würden. Luxoft bringt laut DXC Stärken in Bereichen wie User Interfaces, IoT und Blockchain mit, sowie Expertise in den Branchen Fahrzeugindustrie, Finanzen und Healthcare. Die Übernahme soll DXC mehr Schub im Geschäft mit der Digitalisierung bringen.
 
Luxoft entstand 1995 in Moskau als Entwicklungszentrum der russischen Holding IBS. Im Jahr 2000 wurde Luxoft zum eigenständigen Unternehmen und begann im schnellen Tempo, weitere Standorte in Russland, der Ukraine und vielen anderen Ländern der Welt zu eröffnen. Luxoft (Switzerland) wurde 2007 gegründet und zügelte 2014 nach Zug. 2017 kaufte Luxoft den Zuger Avaloq-Partner Unafortis. (hjm)