Bracks Order-Button landet im Swico-Grab

So stellte sich Brack den Einsatz von "BOB" vor. Nur: Wer braucht jede Woche neues Besteck?
Mangelnden Mut kann man dem Online-Händler Brack.ch nicht vorwerfen. So lancierte Brack.ch vor ziemlich genau zwei Jahren einen selbst entwickelten, von Amazon inspirierten Order-Button. Gleich vier Produkte konnten mit dem Button erfasst und auf Knopfdruck bestellt werden. Er kostete nur gerade 29,90 Franken. Zusätzlich gab es dazu eine Smartphone App.
 
Ab Mitte 2019 wird der Button nicht mehr betrieben, teilt Brack.ch heute mit. Der Bestell-Knopf hat offenbar nicht die gewünschte Resonanz erzielt. "Zwar sind die Umsätze zuletzt gestiegen, doch hat man isoliert betrachtet nicht die Reichweite erreicht, die die Kosten für Unterhalt und Weiterentwicklung der Bob-Infrastruktur länger rechtfertigten", lässt sich Brack-Chef Marc Isler in einer Medienmitteilung zitieren.
 
Kundinnen und Kunden, die einen BOB (Brack Order Button) gekauft hatten, erhalten einen Gutschein. Der Button kann auf jeder Swico-Rückgabestelle deponiert werden.
 
Bei Brack will man natürlich nicht von einer Niederlage sprechen. Denn die Auseinandersetzung mit neuartigen Verkaufsformen fördere bei Brack.ch neue Denkanstösse. Ausserdem hat Brack mit dem Button natürlich einen gewissen Marketing-Effekt erzielt, der ebenfalls etwas wert ist. (hc)