In der Region Basel fehlen Software-Entwickler (auch)

Die Kooperationsgruppe Fachkräftebedarf vom Kanton Basel-Landschaft hat ihr neustes regionales Fachkräfte-Monitoring vorgelegt. Es betrifft das Jahr 2017 und zeigt – nicht unerwartet –, dass "vor allem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen sowie in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) vorhanden ist".

Nach Ärzten, Ingenieuren und Elektroingenieuren ist der Mangel an Software-Entwicklern und -analytikern am intensivsten. Auf Platz zehn der Mangelliste, hinter den Juristen, stehen übrigens Telekomspezialisten. Zumindest erwähnt sei, dass am wenigsten Bedarf an Schalterbedienstete, Kraftfahrzeugführern und Bedienern von Textilherstellungsmaschinen besteht.
 
Ermittelt hat der Kanton die 15 Berufe mit dem stärksten und geringsten Fachkräftemangel anhand des Indikatormodells vom Amt für Wirtschaft und Arbeit in Zürich. Ausgewertet wurden damit Daten der Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn. Aufgrund von vier Variablen wurde der berufsbezogene Mangelindikator berechnet: Schwierigkeiten der Arbeitgeber bei der Personalrekrutierung, Verhältnis offene Stellen zu Stellensuchenden, Dauer der Stellenausschreibung und Dauer der Stellensuche.
 
Die
Screenshot aus der Medienmitteilung des Kantons Basel Landschaft vom 29.11.2018.
vom Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaf 2016 initiierte Kooperationsgruppe Fachkräftebedarf strebt an, "vorhandene Potenziale in der Region besser auszuschöpfen und die Bildungsleistungen grundsätzlich an den Mechanismen von Angebot und Nachfrage auszurichten". Deshalb sei "die regionale Fachkräftesituation für das Berichtsjahr (2017) erstmals mit einer breiten statistischen Fundierung beleuchtet" worden, wie es heisst. Erlaube das doch, relevante Akteure im Arbeitsmarkt für aktuelle Entwicklungen zu sensibilisieren und ihnen wertvolle Impulse zu geben. (vri)