Cebit am Ende

Die Veranstalter der einst grössten Computermesse der Welt werfen das Handtuch.
 
Rückläufige Flächenbuchungen haben dazu geführt, dass die Cebit im nächsten Jahr nicht mehr stattfindet, dass teilt der Veranstalter Deutsche Messe mit. Seit Jahren hatte der Veranstalter rückläufige Besucherzahlen vermeldet, zuletzt noch rund 120'000. Bekantlich waren es in den besten Zeiten bis zu 800'000. Nun ist offensichtlich Schluss, weil die Aussteller nicht mehr mitspielen.
 
Künftig sollen die "industrienahen Digitalthemen" der einst grössten IT-Messe der Welt in der Hannover Messe weitergeführt werden. Für "die übrigen Themenfelder sollen inhaltlich spitze Fachveranstaltungen entwickelt werden, die sich gezielt an Entscheider ausgewählter Branchen richten", heisst es weiter. Mit der Verkündigung des Endes der Cebit hat auch der für die Cebit verantwortlicher Vorstand der Deutsche Messe Oliver Frese seinen Posten geräumt.
 
Laut dem deutschen 'Handelsblatt' ist die Konkurrenz zu gross geworden. "Messen wie die CES in Las Vegas und der Mobile World Congress in Barcelona haben sich als wichtigste Veranstaltungen für die Vernetzung etabliert". Zudem würden "viele große Firmen inzwischen Hausmessen" ausrichten und ihre Produkte auf eigenen Veranstaltungen präsentieren.
 
Welche Konsequenzen das Ende der Cebit für die mehr als 1200 Angestellten der Deutsche Messe hat ist noch unklar. Laut Medienberichten werden derzeit die Mitarbeiter informiert.
 
Beim deutschen Branchenverband Bitkom bedauert man, "dass die Cebit 32 Jahre nach ihrer Erstauflage nicht mehr als eigenständige Veranstaltung stattfindet". Trotz dem Versuch, die Cebit zuletzt noch "mit einem mutigen Konzept wieder auf den Wachstumspfad zu führen", habe sich das neue Konzept letztlich nicht für den Veranstalter gerechnet: "Markt und Messelandschaft haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt", betont auch der Bitkom. (vri)