Erste Busse wegen DSGVO-Verstoss verhängt in Deutschland

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) in Baden-Württemberg hat wegen eines Verstosses gegen die im DSGVO vorgeschriebene Datensicherheit ein Bussgeld von 20'000 Euro verhängt. Getroffen hat es den Social-Media-Anbieter Knuddels, von dem Anfang September Hunderttausende Passwörter im Netz zu finden waren. Weil sie unverschlüsselt gespeichert waren, ist die Strafzahlung verhängt worden.

Sie sei so niedrig ausgefallen, weil sich eine "sehr gute Kooperation mit dem LfDI in besonderem Masse zu Gunsten des Unternehmens" ausgewirkt habe. In konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Unternehmen sei für umfangreiche Verbesserungen bei der Sicherheit der Nutzerdaten gesorgt worden, teilt das LfDI mit. Es handle sich um die erste Busse wegen Verstoss gegen das DSGVO in Deutschland, die verhängt worden sei, heisst es beim Datenschützer.
 
Seit Mai sind die europäischen Datenschutzregeln in Kraft. Möglich sind Strafzahlungen von bis zu 20 Millionen Euro oder bei Verstössen von Unternehmens von bis zu vier Prozent des weltweit erzielten Jahresumsatzes. (vri)