Wo und wie Also wachsen will

Also-Chef Gustavo Möller-Hergt sprach diese Woche am Investoren-Tag mit der Zürcher 'Finanz & Wirtschaft' und nannte einige interessante Zahlen. So erwirtschaftet Also heute 78 Prozent des Umsatzes im klassischen Broadline-Distributionsgeschäft, das bei Also unter dem Titel "Supply" zusammengefasst wird. In Zukunft soll der Anteil des Broadline-Business am Umsatz auf 60 Prozent sinken. Das Segment "Solutions" (VAD-Business) soll statt wie heute 18 Prozent in Zukunft 30 Prozent des Umsatzes beisteuern. Und der Bereich Services, in dem das Cloud-Business und Logistik-Dienstleistungen untergebracht sind, soll statt wie heute vier in Zukunft zehn Prozent zum Umsatz beitragen.
 
Mittelfristig soll der Also-Konzern zwischen zehn und vierzehn Milliarden Euro Umsatz machen. Weitere Zukäufe sind gemäss Möller-Hergt zu erwarten. Er schaut nach Osteueropa sowie nach Spanien und Grossbritannien, sagte er der 'FuW'.
 
Das ist keineswegs neu, wie sich IT-Historiker erinnern: Also gehörte in den frühern 2000er Jahren zu einer losen Disti-Allianz mit der britischen Westcoast und der italienisch-spanischen Esprinet. Die Allianz zerbrach 2008, nachdem sich einige der Mitglieder gegenseitig aufgekauft hatten. Man kann sich gut vorstellen, dass die alte Disti-Allianz unter dem Dach von Also wiederaufersteht. (hc)
 
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