Was Cisco in Zukunft vom Channel will

Cisco will den Channel auf wiederkehrendes Business einschwören. Und der neue Channel-Boss verspricht einfachere Deal-Registrierung.
 
Vom 13. bis zum 15. November ging in Las Vegas der Cisco Partner Summit über die Bühne. Nicht zum ersten Mal holte sich bei dieser Gelegenheit der Berner Systemintegrator Netcloud einen Award. Dieses Mal war es die Auszeichnung als "Bester Cisco Datacenter Partner in EMEAR".
 
Wohin die Reise für Cisco-Partner geht, wurde schon an der letztjährigen Konferenz in Dallas klar. Cisco will Partner dazu bringen, mehr Software und mehr wiederkehrende Verträge zu verkaufen. Diese Strategie wird weiterverfolgt. So kündigte der frisch gebackene Cisco-Channel-Chef Oliver Tuszik in seiner Keynote neue Spezialisierungen für Cisco-Partner an. Wir waren nicht vor Ort, doch haben die Kollegen von 'Channelnomics' die Rede von Tuszik gut zusammengefasst und führten zusätzlich ein Interview mit Tuszik.
 
Kurzfristige Änderungen am Cisco Partnerprogramm hat Tuszik nicht angekündigt. Doch man solle sich darauf einstellen, dass solche zu erwarten sind.
 
So will Cisco neue Spezialisierungen einführen, die darauf beruhen, wie gut Partner ihre Kunden rund um den ganzen Lebenszyklus von Produkten betreuen. Cisco-Partner sollen also vermehrt Lösungen wie DNA Center (Netzwerkmanagement) und Enterprise Agreements verkaufen. Die Spezialisierungen sind wichtig für Zertifizierungen von Cisco-Resellern. Diese wiederum haben Einfluss auf die zu erzielenden Margen.
 
Wie bei Cisco üblich lockt der Netzwerk-Konzern seine Reseller mit Zusatzboni, wenn sie ihre Kunden von wiederkehrenden Verträgen überzeugen, anstatt Hardware in Projekten zu verkaufen. So sollen Abo-Verträge für Cisco-Produkte mit jährlichen Zahlungen belohnt werden.
 
Zwei statt 15 Programme für Deal-Registrierung
Tuszik blickt auf eine Karriere im Channel zurück. Er war bei Computacenter bevor er Cisco-Deutschland-Chef wurde. Entsprechend kennt er das Leiden der Reseller unter den manchmal byzantinischen Channel-Organisationen von US-Techkonzernen. Seine Bemerkung, Cisco habe die Zahl der unterschiedlichen Programme für Deal-Registrierung von 15 auf zwei reduziert, wurde gemäss 'Channelnomics' mit Applaus quittiert. (hc)
 
Hinweis: Cisco hat seine Vorstellungen über die Zukunft des Channels. Stimmen die auch mit den Vorstellungen des Channels selbst überein? Was denken Ihre Kollegen im Schweizer ICT-Channel darüber, wie sie die Tranformation bewältigen wollen?
 
Antworten gibt es am Inside Channels Forum am 31. Januar 2019 in Aarau. Haben Sie schon ein Ticket?