Microsoft und das Problem der alten NAV-Versionen

Die neue Version von NAV, Dynamics 365 Business Central, wird das Partner-Sterben in der Microsoft-ERP-Welt beschleunigen.
 
Nur etwa die Hälfte der Installationen von Microsoft Dynamics Central bauen auf einer modernen Version der Software auf. Dies schätzt Simon Boss von Boss Info. Man kennt die Lösung im Markt noch unter den alten Namen Navision oder (Dynamics 365) NAV. Alle dieser mehr oder weniger "alten" NAV-Installationen sind von Partnern auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst.
 
NAV-Spezialisten aber, deren Kunden noch Vor-2013-Versionen mit dem Windows-Client haben, haben ein Problem. Denn die Migration auf die neue Version Business Central ist aufwändig, weil man die kundenspezifischen Anpassungen neu programmieren muss. Die Technologie und die Entwicklungsumgebung dafür ist seit "Version 2017" neu. Die dazu nötige Firmengrösse und das Know-How haben einige Player vielfältigen "Navision-Szene" nicht, glaubt Boss, das Navision-Business kennt, wie wenig andere. Natürlich verfolgt Boss, der seit Jahren eine Übernahmestrategie fährt, mit der Aussage auch ein Eigeninteresse.
 
Je besser die neue Version von Business Central also ankommt, desto mehr wird Microsoft die Konsolidierung der Partnerlandschaft im ERP-Business vorantreiben. Tom Plewniak, bei Microsoft Schweiz für das Dynamics-Geschäft verantwortlich, wollte diese an der Launch-Veranstaltung der neuen Version nicht kommentieren. Er sagte aber auch nicht, sie sei falsch… (Christoph Hugenschmidt)