Kleines Zürcher Startup Smallpdf partnert mit Dropbox

Warum, und was Smallpdf sonst noch vor hat.
 
Das 14-köpfige, 2013 gegründete und nach eigenen Aussagen stets eigenfinanzierte Zürcher Startup Smallpdf ist eine Partnerschaft mit dem Milliarden-Konzern Dropbox eingegangen. Damit gehören die Spezialisten für die PDF-Konvertierung zu Unternehmen wie Adobe, Autodesk, Docusign, Vimeo, Airslate, Hellosign, Nitro und Pixlr, deren Werkzeuge der Speicherdienst ab dem 27. November direkt über seine Oberfläche verfügbar machen will.
 
Versprochen wird zunächst nur den englischsprachigen Nutzern, über sogenannte Extensions direkt in Dropbox Dokumente bearbeiten zu können, um sich so das zeitaufwändige Wechseln zwischen den Anwendungen zu ersparen.

Es dürften nicht zuletzt die Anzahl von inzwischen rund 20 Millionen monatlichen Nutzern sein, die zur Partnerschaft des PDF-Davids mit dem Speicher-Goliath geführt hat. Jedenfalls erklärt Smallpdf-CEO und Firmenmitgründer Manuel Stofer auf Anfrage, dass für die Kooperation kein Geld geflossen sei. Als kleines Startup erhalte man allerdings Zugang zur riesigen Dropbox-Community und damit zu vielen weiteren potentiellen Nutzern der eigenen Services, fügt er an.
 
Stofer erklärt übrigens auch, dass Dropbox-Extensions in den nächsten Monaten sukzessive in weiteren Sprachen verfügbar sein werden.
 
Auf die Frage, wie Smallpdf in der Partnerschaft Geld verdiene, verweist er aufs eigene Abo-Modell. Nach einem Testmonat werde man aufgefordert, sich dem anzuschliessen. Wie hoch die Subscription-Gebühren beim Zugriff wie Dropbox ausfallen, kann Stofer noch nicht sagen. Das sei noch nicht endgültig definiert. Jedenfalls werde Smallpdf auch auf der grossen Dropbox-Bühne mit einigen der wichtigsten, weltweit agierenden Konkurrenten in Wettbewerb treten.
 
Stofel will zwar keine Abo-Zahlen nennt, führt aber aus, dass man "extrem profitabel" arbeite. Und die Entwicklungen gehen weiter: Derzeit würden Angebote vorbereitet, die zusätzlich zum Privatkunden- auch den B2B-Markt adressieren sollen. Der CEO nennt eine Desktop-Version von Smallpdf, die on-premise das Erstellen und Bearbeiten von PDFs erlaube.
 
Ausserdem bereite man ein e-Sign-Tool vor, mit dem das Einholen und Managen von Unterschriften ermöglicht werde. Ebenfalls ein Tool, das gerade dem B2B-Umfeld einiges an Erleichterung bringen werde. Noch unklar ist, bis wann diese neuen Werkzeuge verfügbar sind.

Smallpdf bleibt jedenfalls auf Expansionskurs. In einem Jahr, sagt Stofel, werden, wenn alles nach Plan verläuft, am derzeit einzigen Standort an der Zürichs Staffelstrasse schon 25 Mitarbeitende im Einsatz stehen. (vri)