Bund bleibt bei den alten Storage-Lieferanten (vorerst)

Im Jahr 2013 hat der Bund nach einer offenen Ausschreibung Lieferanten für vier verschiedene Storage-Produktbereiche bis Ende 2018 gesucht. Die damaligen Zuschläge erhielten EMC, HDS und Netapp sowie der Zuger IT-Dienstleister und Storage-Spezialist Infoniqa SQL. Nun haben die gleichen vier, beziehungsweise deren Nachfolgeunternehmen, in einem freihändigen Verfahren eine Verlängerung ihres Status bis Ende 2020 erhalten.
 
Die Begründung für diesen "Übergangsfreihänder": Die Beschaffung von Komponenten sowie für die gegenwärtig beim Bund installierten und betriebenen Storage- und Backup-Plattformen solle auch für die nächsten zwei Jahre noch sichergestellt werden. Dies gilt auch für Wartung, Support und Betriebsunterstützung.
 
"Mittelfristig", so konnte uns das für die Ausschreibung zuständige Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) nach Ablauf der Rekursfrist nun sagen, werde aber wieder eine neue WTO-Ausschreibung angestrebt. Das BBL bestätigte uns auch, dass die Zuschläge für die gleichen Produktbereiche wie 2013 gelten.
 
Hitachi Vantara kann demnach weiterhin Produkte für den Bereich Fibre-Channel-Storage mit Mainframe, liefern. Dell EMC kommt bei Fibre-Channel-Storage ohne Mainframe zum Zug, NetApp bei IP-Storage und Infoniqa SQL beim Backup-Bereich und den dazugehörigen Systemen.
 
Das Auftragsvolumen inklusive aller Optionen beträgt gemäss den Zuschlägen 6,3 Millionen Franken für Dell EMC, 14,9 Millionen Franken für Hitachi Vantara, 21,6 Millionen Franken für Netapp und 10,3 Millionen Franken für Infoniqa SQL. Das BBL betonte aber uns gegenüber, dass diese Preise rein optional seien und es keine garantierte Abnahmemenge gebe. (Hans Jörg Maron)