Swisscom: Umsatz ein bisschen hoch, Gewinn hinunter

Swisscom hat in den ersten neun Monaten 2018 etwas mehr Umsatz erzielt, unter dem Strich aber weniger verdient. Die Ziele für das Gesamtjahr gelten unverändert.
 
Swisscom weist für die ersten drei Quartale einen um ein Prozent höheren Umsatz von 8,69 Milliarden Franken aus. Der operative Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) nahm hingegen um 3,7 Prozent auf 3,23 Milliarden ab. Unter dem Strich schrumpfte der Reingewinn um 4,4 Prozent auf 1,21 Milliarden, wie das Unternehmen mitteilte.
 
Der Gewinnrückgang hat laut dem Unternehmen primär mit verschiedenen Sondereffekten und der Währungssituation zu tun. Insbesondere hatte im Vorjahr ein Ertrag aus einem Rechtsverfahren den Gewinn nach oben getrieben. Auf vergleichbarer Basis habe der Betriebsgewinn nur um 0,2 Prozent abgenommen, betonte Swisscom.
 
"Grosser Preisdruck im Enterprise-Business, aber…"
Die Resultate seien angesichts der Marktsättigung, intensivem Wettbewerb und anhaltend hohem Preisdruck solide, kommentierte das Unternehmen die Zahlen. Gegenwind spürte Swisscom vor allem im Schweizer Kerngeschäft, das sich um 2,2 Prozent zurückbildete.
 
Im Segment "Grosskunden" spürt Swisscom den Preisdruck laut eigenen Angaben "deutlich". Der Umsatz mit Telekommunikationsdiensten sank um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz im Lösungsgeschäft liege "aufgrund tieferer Volumen in der Banking-Sparte" um 3,5 Prozent oder 28 Millionen Franken unter dem Vorjahr. Der Auftragseingang liege nach neun Monaten hingegen um 16,3 Prozent über dem Vorjahr bei 1,5 Milliarden Franken. Dies bei stabilem Marktanteil. Als positiv bewertet der Konzern "die weiterhin hohe Nachfrage bei Cloud, IT-Outsourcing und Handelswaren". Genauere Informationen hierzu beinhaltet der Bericht keine.
 
Gut lief das Geschäft hingegen in Italien, wo der Umsatz in der Berichtswährung Euro um 7,2 Prozent zunahm.
 
Personalabbau "auf Kurs"
Es läuft bekanntlich beim Konzern ein Sparprogramm. Dieses ist laut den Angaben auf Kurs. Seit Anfang Jahr habe sich der Personalbestand in der Schweiz um 523 Vollzeitstellen reduziert. Wie früher angekündigt plant die Swisscom für das Gesamtjahr einen Abbau von 700 Stellen.
 
Mit den vorgelegten Zahlen hat Swisscom die Markterwartungen in etwa erfüllt. Analysten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 8,70 Milliarden, einem EBITDA von 3,23 Milliarden und einem Reingewinn von 1,19 Milliarden gerechnet.
 
Für das Gesamtjahr 2018 bestätigt das Unternehmen die Ziele. So werden ein Umsatz von rund 11,6 Milliarden, ein EBITDA von rund 4,2 Milliarden sowie Investitionen von weniger als 2,4 Milliarden angepeilt. Unverändert sind auch die Angaben des Managements zur Dividende: Die Aktionäre sollen 22 Franken pro Papier erhalten, sofern die Ziele erreicht werden. (sda/mag)