Swissmedic findet noch nicht gesamtes Know-how für IT-Erneuerung

In der IT des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic sind in den kommenden Jahren Neu- und Ersatzinvestitionen fällig. Da es an eigenen personellen Kapazitäten oder Erfahrungen fehlt, hat die Zulassungs- und Kontrollbehörde für Heilmittel in der Schweiz in drei Losen entsprechendes Kow-how im Umfang von insgesamt 85'500 Stunden ausgeschrieben.
 
Eingegangen sind auf das in drei Losen ausgeschriebene Beschaffungsprojekt aber nur für zwei Lose Angebote, wie Swissmedic auf Anfrage bestätigt. Für diese beiden sind nun die Aufträge vergeben worden.

Das zweite Los der Ausschreibung, die Projektleitung mit "Erfahrung in komplexen Umgebungen", sicherte sich die AWK Group. Sie erhielt den Zuschlag für die benötigten 34'200 Stunden für sieben Millionen Franken und setzte sich damit gegen fünf Konkurrenten durch.
 
Die ebenfalls 34'200 Stunden umfassenden Leistungen im Office des Projektmanagements, die im Rahmen des dritten Loses gesucht wurden, gingen für 5,7 Millionen Franken an die Firma Arcondis. Sie konnte sich gegen einen Mitbewerber durchsetzen.
 
Nicht vergeben wurden das erste Los. Darin wurden für 17'100 Stunden Projektleiter mit Erfahrung im SAP-Umfeld gesucht. Bei Swissmedic ist man überrascht vom Ausbleiben eines Angebots. "Es besteht offensichtlich eine grosse Nachfrage für Projektleitende mit Erfahrung in SAP S4/HANA-Migrationsprojekten", teilt Sprecherin Danièle Bersier mit. Und es scheint "bei den Dienstleistenden erst ein beschränktes Angebot an erfahrenen Personen" dafür zu bestehen, fügt sie an. Man prüfe nun "die nach BöB/VöB mögliche Variante einer freihändigen Vergabe", so Bersier weiter. (vri)