Freenet will Sunrise-Anteile loswerden – aber nicht an UPC

Freenet-Chef Christoph Vilanek hat schon wieder öffentlich erklärt, dass man weiterhin offen sei für einen Verkauf der Beteiligung an Sunrise. Erst vor zwei Wochen hatte er dies in einem Interview mit 'Bloomberg' zu Protokoll gegeben. Dies nachdem die Absicht schon im Juni von Finanzvorstand Joachim Preisig betont worden war. "Wenn uns jemand 100 Franken pro Aktie anbietet, würden wir darüber nachdenken", wiederholte Vilanek nun in Frankfurt.
 
Die Sunrise-Aktien kosteten am Freitagnachmittag 87,60 Franken, womit der Freenet-Anteil von 24,6 Prozent umgerechnet knapp 970 Millionen Franken wert ist. Ein Verkauf als Ganzes oder in Tranchen sei denkbar. Freenet stehe finanziell aber nicht unter Druck, um sich von der Beteiligung zu trennen, versicherte Vilanek.
 
Vilanek favorisiert aber keinen Zusammenschluss von Sunrise mit UPC, worüber zuletzt spekuliert worden war. UPC-Eigentümer Liberty Global habe gegenüber Freenet auch kein Interesse bekundet. Eine Fusion von UPC und Sunrise könnte dazu führen, dass zu viele Schulden auf dem neuen Unternehmen lasteten, warnte der Freenet-Chef. (sda/ts)