Der PC-Markt ist zurück

Die Umsätze mit Ryzen-Client- und EPYC-Server-Prozessoren sei deutlich gestiegen, sagte soeben AMDs CEO Lisa Su bei der Vorstellung der Zahlen des dritten Quartals. Kaum anders sah es in den letzten drei Monaten bei Intel aus: Die Umsätze im PC-Geschäft legten um 16 Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar zu. Nach sieben Jahren des Rückgangs sei jetzt eine gewisse Stabilisierung eingetreten, sagte denn auch Interim-CEO Bob Swan.

Der Markt scheint sich zu erholen. Vor den Chip-Herstellern hatten schon die Auguren von Gartner im Juli gemeldet, dass der weltweite PC-Markt nach 15 Quartalen wieder zunehmende Absatzzahlen ausweist. Und Anfang Oktober teilte zuletzt auch der Marktforscher Context mit, dass die hiesigen Distis im Vergleich zum Vorjahresquartal zwei Prozent mehr PCs abgesetzt haben.
 
Aufs Ganze gesehen hat AMD für die Monate von Juli bis September einen Umsatz von 1,653 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 102 Millionen Dollar ausgewiesen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal legte der Umsatz um 3,7 Prozent zu und der Gewinn sogar um 67,2 Prozent. Dennoch musste sich AMD gefallen lassen, von der Börse abgestraft zu werden. Dass deren Erwartungen nicht erfüllt wurden, ist teilweise dem GPU-Business geschuldet, dessen Verkäufe rückläufig waren.
 
Intel hingegen übertraf die Erwartungen der Analysten, hob zudem die Prognose für das Gesamtjahr an. Der Umsatz lag im letzten Quartal mit 19,2 Milliarden Dollar 19 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Beim Gewinn legte Intel um 42 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar zu. Im nun laufenden Quartal soll der Umsatz wieder bei 19 Milliarden Dollar liegen, wie der Halbleiterriese mitteilt. Für das gesamte Jahr 2018 werde man 71,2 Milliarden Dollar umsetzen, sechs Milliarden mehr als noch Anfang Jahr prognostiziert worden war. (vri)