Microsoft: Azure wächst schwächer, hybrider Ansatz zieht an

Ein boomendes Cloud-Geschäft hat dem Software-Riesen Microsoft im Sommer zu deutlich mehr Gewinn und Umsatz verholfen.
 
Wie Microsoft am Mittwoch nach US-Börsenschluss am Konzernsitz in Redmond mitteilte, kletterten die Erlöse im ersten Geschäftsquartal (bis Ende September) um 19 Prozent auf 29,1 Milliarden Dollar. Der Überschuss legte im Jahresvergleich um rund ein Drittel auf 8,8 Milliarden Dollar zu.
 
Azure zeigte das langsamste Wachstum seit drei Jahren: Es betrug aber immer noch 76 Prozent. Die schiere Grösse von Azure mache es schwierig, das Tempo der Vergangenheit beizubehalten, zitiert das 'Wall Street Journal' Finanzchefin Amy Hood.
 
Der hybride Ansatz, bei dem Kunden einige Software in ihren eigenen Rechenzentren betreiben, aber auch Cloud-Services nutzen, hat massgeblich zu den guten Zahlen im Cloud-Business beigetragen. Im vergangenen Quartal verzeichnete die Kategorie Serverprodukte und Cloud-Services ein Umsatzwachstum von 28 Prozent.
 
Office 365 legte ebenfalls um kräftige 36 Prozent zu, die Tochter LinkedIn um 33 Prozent. Insgesamt übertrafen die Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten klar.
 
Erwähnenswert ist zudem, dass einer der grössten Wachstumsbereiche das Gaming-Geschäft ist, wo der Umsatz um 44 Prozent stieg. Besonderer Treiber war der Spiele-Hit "Fortnite", der die Nachfrage nach X-Box-Software und -Services befeuert. (ts/sda)