Die Channel-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 41 für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.
 
Grossfusion im Lizenz-Markt: SoftwareOne schluckt Comparex
Der Stanser Lizenzspezialist SoftwareOne schluckt das Leipziger Unternehmen Comparex, das ebenfalls im Bereich Software-Lizenzen und -Nutzungsrechte aktiv ist. Mit der Übernahme entsteht nun ein globaler Lizenzierungs-Gigant mit rund 5500 Mitarbeitern in 88 Ländern. SoftwareOne wird seinen Hauptsitz im Schweizer Stans beibehalten. Der hiesige Comparex-Marketing-Manager Ulrich Knauer begrüsst den Merger auf unserer Anfrage: "Daumen hoch, ich sehe nur Vorteile auch aus Schweizer Sicht". SoftwareOne und Comparex würden sich ergänzen. Das neue Unternehmen werde optimal aufgestellt sein, um den Weg vom License-Service-Provider zum Managed-Service-Provider zu schaffen, glaubt der Manager.
 
IT-Channel steht vor massiver Übernahmewelle
Channel-Guru Steve Brazier erwartet härtere Konflikte im Channel. Denn Hersteller (und Distis) verkaufen mehr und mehr Hardware wie auch Software als Service. Deshalb wollten (und bekämen) sie wesentlich mehr Daten von und über Endkunden. Die Frage, die sich laut Brazier der Channel stellen muss, sei: "Kann ich meinem Hersteller trauen?" Brazier kritisiert Microsoft, HP, Lenovo, Cisco, Dell EMC und HPE. Wir berichten von der Front am Canalys-Forum in Barcelona. Lesen sie auch den zweiten Artikel über Braziers Vorhersagen direkt vom Mittelmeer: Brazier: Die grössten Chancen und Gefahren für den Channel
 
Atos Schweiz erhält schon wieder neuen CEO
Nach gerade einmal einem Jahr und fünf Monaten ist Eric Krapf bereits nicht mehr CEO von Atos Schweiz. Das Unternehmen präsentiert nun seinen Nachfolger: Patrick Bajard heisst der neue Chef. Er steigt sehr rasch innerhalb des Unternehmens auf: Der Manager ist nämlich erst seit vier Monaten als Senior Vice President Business & Platform Solution für den Raum Central and Eastern Europe (CEE) bei Atos. "Ziel von Herrn Bajard ist es, den Marktanteil von Atos zu erhöhen. Im Fokus stehen dabei folgende Bereiche: Hybrid Orchestration Cloud, SAP Hana, Digital Workplace, Industrie 4.0, Consulting und Digitale Transformation", so Atos-Sprecherin Bettina Franzelin auf unsere Anfrage.
 
Exklusiv: Helvetia erteilt Zuschlag für ein IT-Riesenprojekt
Etwa alle drei bis vier Jahre geschieht es, dass eine Schweizer Versicherung eine IT-Gesamtlösung ausschreibt und nicht bloss einen Teil. Helvetia hat dies für den Nicht-Leben-Bereich getan und nun entschieden, die Standardlösung Syrius von Adcubum einzuführen. "Helvetia verfolgt das Ziel, die bestehende IT-Systemlandschaft des Marktbereichs Nicht-Leben von Helvetia Versicherungen zu modernisieren, die Basis für die strategischen Anforderungen zu schaffen sowie die Digitalisierung und Automatisierung weiter voranzutreiben," so Kommunikationsmann Jonas Grossniklaus. Im knappen Rennen gegen den US-Konzern Guidewire seien schliesslich die räumliche und kulturelle Nähe von Adcubum und Helvetia ausschlaggebend gewesen. Damit ist ein Riesenerfolg für Adcubum unter Dach und Fach.
 
Was Adnovum nach 30 Jahren ausbrütet
Feierstimmung an der Röntgenstrasse: Die Zürcher Softwareschmiede Adnovum feiert dieses Jahr ihren 30. Die Zahl der Mitarbeitenden ist Jahr für Jahr um durchschnittlich 18 Prozent gewachsen. Gegenwärtig zählt man bereits rund 600 Angestellte. Laut Tanner stehen nun für weiteres Wachstum insbesondere Investitionen in die Nevis Security Suite an. Grosse Hoffnungen setzt Adnovum zudem auf den Adnovum Incubator. Diese von Matthias Loepfe geleitete Ideenschmiede soll die Möglichkeiten ausloten, wie Adnovum aus neuen Technologien Kapital schlagen kann.
 
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