Sanierung: Dodax ist aus der Nachlasstundung raus

Die bis zum 5. Oktober gewährte provisorische Nachlassstundung des Zuger Online­Händlers Dodax ist "infolge Sanierung" aufgehoben worden. Das ist einem Handelsregistereintrag vom 8. Oktober zu entnehmen. Auf Anfrage von inside-channels.ch bestätigt Mitgründer und CEO Christian Mayrhofer die vollumfängliche Sanierung. Dodax sei schuldenfrei und werde wie in den letzten zehn Jahren weiterbestehen, fügt er an.

Wer der Sanierer ist, will Mayrhofer derzeit aber noch nicht sagen. Das dürfte nicht zuletzt damit zusammenhängen, dass noch eine zehntägige Frist läuft, gegen die Aufhebung der Nachlassstundung Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zug einzureichen. Mayrhofer hält lediglich noch fest, dass keine Mitarbeiter entlassen worden seien.
 
Im Juli waren die finanziellen Schwierigkeiten von Dodax bekannt geworden. Es war spekuliert worden, dass Dodax oder Teile des Unternehmens an die österreichische Unternehmensgruppe MyWorld gehen. Damals war von dem Online-Händler keine Informationen zur Situation zu erhalten. Das hat sich inzwischen geändert.
 
Auch darüber wie es mit der E-Commerce-Firma weitergeht, die vor wenigen Jahren 120 Mitarbeitende in der Schweiz, Österreich, Deutschland und Polen beschäftigte, werde, wie Mayrhofer sagt, in absehbarer Zeit informiert. Dodax setzte 2015 rund 50 Millionen Euro um. (vri)