Deutsche P&I schluckt Schweizer HR-Spezialisten Persal

Der Deutsche HR-System-Anbieter P&I hat das Krienser Software-Haus Persal geschluckt. P&I mit Schweizer Sitz in Thalwil hat am 1. Oktober das gesamte Aktienpaket des HR- und Payroll-Spezialisten übernommen, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt.
 
Es soll sich für Persal wenig ändern, verspricht das Wiesbadener HR-Software-Haus: Die Marke soll eigenständig unter der Leitung des bisherigen CEOs Fritz Achermann weitergeführt werden. Ebenso wolle man die Standorte beibehalten und die Mitarbeiter sollen ohne Veränderungen übernommen werden.
 
Was der Deal aber längerfristig für Persal und seine Kunden bedeutet, dürfte sich erst in der Zukunft weisen. Im April 2015 hatte P&I etwa den HR-Geschäftsbereich des Schweizer Softwareherstellers Soreco gekauft. In der Folge wandten sich einige langjährige Soreco-HR-Partner ab und begannen, Alternativen zu entwickeln und zu vertreiben.
 
P&I will mit der Akquisition seine Marktstellung im Schweizer Markt verstärken. "Mit dem Zusammenschluss mit P&I stehen uns nun die Möglichkeiten offen, eine umfassende und integrierte HR-Lösung anzubieten, in welcher vom Bewerbermanagement bis hin zur Zeiterfassung der gesamte HR Lifecycle abgebildet ist", so Persal-CEO Fritz Achermann.
 
P&I ist mehrheitlich im Besitz der englischen Private-Equity-Gesellschaft Permira. Im Geschäftsjahr 2017/2018 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 128,8 Millionen Euro und beschäftigte rund 400 Mitarbeiter. (ts)