Serverumsätze weiter im Höhenflug

Grafik: IDC
Im Jahresvergleich seien die Umsätze mit Servern in der EMEA-Region im zweiten Quartal des laufenden Jahres um satte 29 Prozent gestiegen. Hersteller hätten Server im Wert von 4,1 Milliarden Dollar ausgeliefert, schreibt IDC in einer Mitteilung. Die Entwicklung sei aber von Währungsschwankungen positiv beeinflusst worden. In Euro gerechnet hätten sich die Umsätze noch um 18,7 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro erhöht.
 
Gesunken sei indes der Absatz nach Stückzahlen: 3,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, nämlich 515'000 Geräte seien im zweiten Quartal 2018 ausgeliefert worden. Durchschnittlich höhere Verkaufspreise über Standard- und kundenspezifische Server hinweg hätten dennoch zu einer Steigerung des Umsatzes geführt, schreibt IDC.
 
Gewachsen ist der Umsatz über alle Serverkategorien hinweg, wobei standardisierte Multinode-Server hervorstechen, da mit ihnen ein Umsatzwachstum von 250 Prozent erzielt wurde. Geographisch haben mit Ausnahme von Spanien alle Länder der EMEA-Region zu den gestiegenen Umsätzen beigetragen.
 
Marktleader HPE wuchs am schwächsten und konnte seinen Umsatz mit Servern "nur" um 12,7 Prozent steigern. Verfolger Dell EMC wuchs derweil um 52,7 Prozent, Lenovo um 45,6 Prozent. IBM konnte gar fast doppelt so viel Umsatz mit Servern erzielen wie noch im Vorjahreszeitraum.
 
Etwas weniger stark wuchsen mit 16,1 Prozent die Umsätze der ODMs, die im ersten Quartal des Jahres noch auf ein Wachstum von rund 57 Prozent blicken konnten: Ihr Wachstum sei durch den Aufbau von Rechenzentren mehrerer Hyperscaler – AWS, Microsoft, Google – in Westeuropa angetrieben worden. "Dieses Wachstum hat sich in den letzten Quartalen etwas verlangsamt", so IDC.
 
Die Hyperscaler konzentrierten sich nun auf die Diversifizierung ihres Portfolios in den EMEA-Ländern mit neuen Rechenzentren, was in neuen Regionen zu einem signifikanten Wachstum führen werde. Bekanntlich werden AWS, Microsoft und Google auch in der Schweiz eigene Cloud-Infrastrukturen aufbauen. Zahlen zur Schweiz publiziert IDC allerdings nicht. (ts)