Igel: "Ich bin ein Software-Hersteller"

Dieter Tolksdorf
Gibt es langweiligere Produkte als Thin Clients? Die Frage war falsch gestellt: "Igel war immer ein Software-Hersteller," sagte uns Doug Brown. Wir trafen den Igel-Manager, der den stolzen Titel "Global Technology Evangelist" trägt, an einem Partneranlass des Thin-Client-Herstellers auf dem Zürcher Üetliberg.
 
Brown wurde seinem Job im Gespräch mit inside-channels.ch gerecht: "Was uns unterscheidet, sind die Software für das Management der Endpoints und das Igel OS. Es gibt Kunden, die Thin Clients von Dell Wyse kaufen, aber unser Betriebssystem einsetzen." Wohl zu recht ist Brown überzeugt, dass AWS einen virtuellen Workspace-Client auf den Markt bringen werde. Microsoft hat ja letzte Woche "Windows Virtual Desktop" vorgestellt. Für Igel sei dies gut, denn es werde den Markt für Igel vergrössern. Brown: "Wir werden weniger Windows-PCs sehen."
 
Browns wichtigstes Argument: Mit der Software von Igel könne man IT-Infrastrastrukturen mit "Software Defined Endpoints" bauen. Eine solche sei wesentlich leichter und sicherer zu managen.
 
75'000 Igel-Clients in der Schweiz
Wie Igel Country Manger Dieter Tolksdorf am gleichen Anlass sagte, werden heute etwa 75'000 Igel-Clients in der Schweiz eingesetzt. Man verkaufe heute rund 15'000 Clients pro Jahr und dazu noch etwa 3000 Client-Betriebssysteme.
 
In der Schweiz ist Igel seit einem Jahr mit einer eigenen Tochterfirma und drei Mitarbeitenden präsent. Ab Anfang November werden es vier werden.
 
Der Thin-Client-Hersteller will nicht nur das Profil als Software-Anbieter stärken, sondern auch die Zusammenarbeit mit Partnern intensivieren und das Partnernetzwerk ausbauen. (hc)