Wegen BEKB: DXC baut in Bern aus

DXC entwickelt für die Berner Kantonalbank das Kernbankensystem IBIS weiter. Der Standort Bern soll mittelfristig zum "Strategic Banking Hub" des IT-Dienstleisters anwachsen.
 
Bekanntlich hat sich die Berner Kantonalbank (BEKB) entschieden, das Kernbankensystem IBIS von DXC betreiben und erneuern zu lassen. Zuständig dafür ist der Berner Standort des IT-Dienstleisters, der mehrere hundert Mitarbeitende zählt. Mittelfristig plane DXC, weitere Banken-IT-Spezialisten in Bern einzustellen, wie es in der Mitteilung heisst, und den Standort zu einem strategischen Banking Hub in Europa auszubauen. Ein Grund dafür sei der Vertrag mit der BEKB.
 
Das bestehende Kernbankensystem IBIS3G wird von DXC weiterentwickelt. Das Nachfolgeprodukt IBIS4-Digital (IBIS4D) soll in einem neuen Rechenzentrum auf einer webbasierten, hyperkonvergenten Infrastruktur laufen. Ziel sei es, die gesamte Hard- und Software im Rechenzentrum zu bündeln, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
 
Die mehr als 2000 Server-Instanzen im Banking Service Center, auf denen auch die IBIS3G-Lösung betrieben wird, sollen auf Basis der neuen hyperkonvergenten Infrastruktur um Faktoren reduziert werden. Damit gewinne man an Flexibilität und vereinfache die Inbetriebnahme neuer Applikationen sowie die Wartung bestehender Services. Durch Automatisierung senke man nicht nur den Betriebsaufwand sondern auch die Kosten "erheblich", so DXC.
 
Die BEKB setzt seit über 30 Jahren das IBIS-Kernbankensystem ein. HP hat 2010 in einem Outsourcing-Deal den Betrieb und die Weiterentwicklung von IBIS3G sowie den Betrieb von zwei RZs vom IBIS-Hersteller RTC übernommen. 2017 evaluierte die Bank mehrere Optionen zur Erneuerung des Corebanking-Systems und entschied sich schliesslich dazu, IBIS3G von DXC weiterentwickeln und betreiben zu lassen. Die Eigentumsrechte an IBIS3G sind zu DXC übergegangen, womit DXC die Lösung auch anderen Finanzinstituten anbieten kann. (kjo)