Pretty Easy Privacy mit neuen Funktionen und in Kürze auch für iOS

Das Schweizer Unternehmen Pretty Easy Privacy Security hat neue Outlook- und Android-Versionen seine E-Mail-Verschlüsselungssoftware Pretty Easy Privacy (PEP) entwickelt, die insgesamt vier neue Funktionen aufweisen.
 
KeyImport richtet sich laut dem Unternehmen an Anwender von PEP, die einen privaten Schlüssel von einem anderen Gerät importieren möchten, zum Beispiel von einem Desktop auf ein mobiles Gerät. Die Übertragung der geheimen Schlüssel erfolge über E-Mail, allerdings in einer sicheren Form: Zunächst würden Schlüssel ausgehandelt, und die Anwender werden aufgefordert, Trustwords auf beiden Geräten zu überprüfen, um den Prozess abzusichern. Erst wenn ein sicherer Kanal existiere, würden tatsächlich geheime Schlüssel übertragen. Dies funktioniere allgemein mit OpenPGP-Anwendungen, besonders einfach aber mit PEP selbst.
 
Force-Protection ist eine neue Funktion von PEP für Outlook. Damit kann ein Absender erzwingen, dass sein Mail auch bei einem Empfänger verschlüsselt bleibt, von dem kein öffentlicher Schlüssel bekannt ist. Um es lesen zu können, muss der Empfänger aber entweder selbst PEP installieren oder zumindest den PEP-Reader.
 
Durch verschlüsselte Disclaimer können Standard-Signaturen oder -Disclaimer, die routinemässig an Mails angehängt werden, nun auch verschlüsselt werden.
 
Der passive Mode bewirkt, dass nur dann öffentliches Schlüsselmaterial einer Nachricht beigefügt wird, wenn der PEP-Client bemerkt, dass das Gegenüber ebenfalls PEP nutzt.
 
Ausserdem wurde das Design der Android-Version dem üblichen Design von Android-Apps angepasst.
 
Anwender von iOS-Geräten dürfte vor allem diese Nachricht interessieren: Bisher war PEP nur als Outlook-Plugin und für Android erhältlich. Nun soll schon bald auch eine iOS-Version veröffentlicht werden. Diese laufe, so die Entwickler, nach zweijähriger Arbeit mittlerweile in internen Tests stabil. Eine Version liege Apple zur Prüfung für den App Store vor. (hjm)