Competec: Doch wieder Troubles mit Neubau des Logistikzentrums (Update)

Roland Brack: "Wir haben Vorkehrungen getroffen, uns mit der Situation zu arrangieren."
Roland Brack: "Wir müssen uns darauf einstellen, rund ein weiteres halbes Jahr zu verlieren."
 
Noch Anfang Juli hatte bei Competec Erleichterung geherrscht: Das Kantonsgericht Luzern hatte eine Beschwerde von Anwohnern gegen den in Willisau geplanten Erweiterungsbau der Competec-Gruppe vollumfänglich abgewiesen. Trotzdem kann Competec nun doch nicht unverzüglich mit den Bauarbeiten beginnen: Wie 'SRF' berichtet, ziehen die Beschwerdeführer das Urteil weiter vor das Bundesgericht. Dies hätten sie gegenüber 'SRF News' bestätigt.
 
Wie uns Daniel Rei, Teamleiter Corporate Communications, erklärte, hat man bei Competec auch erst heute vom Weiterzug erfahren.
 
Bereits seit 2015 plant Competec (Brack.ch, Alltron) in Willisau einen Erweiterungsbau, der über 20'000 Quadratmeter Nutzfläche zur Lagerung von Mittel- und Grossteilen bieten soll. Die erste Baubewilligung des Stadtrats Willisau im Herbst 2016 wurde von Nachbarn erfolgreich angefochten. Nach einigen Änderungen erhielt Competec in diesem Februar eine neue Bewilligung, die aber wieder angefochten wurde.
 
Mindestens halbes Jahr Verzögerung: Andere Projekte werden vorgezogen
Update: Kurz nach der Veröffentlichung des ursprünglichen Artikels haben wir von Roland Brack ein Statement zum Weiterzug der Beschwerde vor das Bundesgericht erhalten. Brack ist logischerweise nicht erfreut über die Entwicklung: "Wir haben heute Morgen aus den Medien erfahren, dass die Beschwerdeführer den Fall ans Bundesgericht weiterziehen. Wir nehmen diese Entscheidung mit grosser Sorge zur Kenntnis. Von offizieller Seite sind wir naturgemäss noch nicht benachrichtigt worden. Zum Inhalt der erneuten Beschwerde können wir deshalb keine Stellung nehmen. Das Bundesgericht wird nun zuständig sein, den Inhalt zu beurteilen."
 
Allerdings hat man bei Competec auch damit gerechnet, dass die Sache noch nicht ausgestanden ist. Darum sollen nun vorerst andere Investitionen in den Vordergrund treten. Roland Brack: "Ganz unerwartet trifft uns die Beschwerde indes nicht: Wir haben Vorkehrungen getroffen, uns mit der Situation zu arrangieren und andere Projekte vorzuziehen. Wir müssen uns darauf einstellen, rund ein weiteres halbes Jahr zu verlieren. In der Zwischenzeit stecken wir unsere Energie und unsere Ressourcen in einen massiven Ausbau im bestehenden Gebäude: Wir sind glücklich darüber, dass wir im Juli die Baubewilligung für eine dritte AutoStore-Anlage erhalten haben und den internen Ausbau unserer Kapazität voll vorantreiben können. Die Planung läuft bereits auf Hochtouren. Über das Projekt AutoStore III werden wir zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich informieren, sobald die Ausführungs-Planung abgeschlossen ist." (Hans Jörg Maron)