Swisscom 5G: Ericsson und ... Juniper

Zwei Männer montieren eine 5G-Antenne für Swisscom in Burgdorf. Screenshot aus einem Video von Swisscom.
Ericsson setzt für das 5G-Transportnetz von Swisscom neben eigenen Routern auch Core-IP-Router von Juniper ein.
 
Telekomausrüster hofften auf einen Boom, der durch den Bau der Netzwerke für die neueste Mobilfunkgeneration (5G) ausgelöst werden soll. Der Bau der neuen Netze wird Telcos wie auch ihre Ausrüster aber auch mit neuen Herausforderungen konfrontieren. Denn die viel grössere Bandbreite, die kürzeren Latenzzeiten und vor allem die viel grössere Zahl der möglichen Verbindungen pro Zelle wird die Datenmengen auf den 5G-Netzen explodieren lassen.
 
Der Telekom-Ausrüster Ericsson ist eine Allianz mit Juniper eingegangen, um solche Netze zu bauen. Swisscom wird der gemäss Ericsson weltweit erste Carrier sein, der die schwedisch-amerikanischen Produkte-Bündel einsetzen wird.
 
Wie Ericsson mitteilt, wird man das End-to-End-5G-Transportnetz mit eigenen Routern der 6000-Familie sowie IP-Core-Routern von Juniper bauen. Swisscom sei der erste Kunde in Europa gewesen, der die neuen Router von Juniper (MX10008) ausgeliefert bekommen habe, schreibt Ericsson-Pressesprecher Martin Ostermeier auf Anfrage.
 
Das IP-5G-Transportnetz wird getrennt vom Wireline-Core-Netzwerk geführt. Den Auftrag zur Lieferung von Komponenten für letzteres hatte der Ericsson-Konkurrent Huawei ergattert. Was der Bau des 5G-Transportnetzes Swisscom kosten wird, teilt Ericsson nicht mit. (hc)