Kanton Aargau wagt ersten Schritt in die hyperkonvergente Welt

Die Abteilung Informatik Aargau, zuständig für Strategie und Betrieb der zentralen Informatik des Kantons, schreibt heute Infrastruktur für seine zwei Rechenzentren aus. Konkret sucht die Beschaffungsstelle Server, Storage und Hyperconverged Infrastructure (HCI) sowie Dienstleistungen in Form von Migration, Betriebsunterstützung und Wartung. Der Vertrag läuft ab Anfang 2019 bis 2023, mit Option auf maximal fünfjährige Verlängerung.
 
Beim Auftrag geht es um die lebenszyklusbedingte Ablösung von Teilen der vorhandenen RZ-Infrastruktur, wie Claudia Penta, Leiterin Kommunikation bei Informatik Aargau, auf Anfrage von inside-channels.ch mitteilt. Dabei geht es um 250 physische Server für die Virtualisierungs-Plattform und den entsprechenden Speicherplatz von aktuell rund 300 Terabyte Block-Storage.
 
Interessant ist die Ausschreibung von hyperkonvergenter Infrastruktur. Damit geht die Informatik Aargau einen anderen Weg als die Organisation und Informatik der Stadt Zürich (OIZ). Gerhard Langer, der Infrastruktur-Chef der Stadt-Zürcher IT-Abteilung, hat in einem Gespräch mit inside-it.channels erklärt, sie hätten eine Ausschreibung von einer HCI zurückgezogen, weil sie kein "Versuchslabor der Industrie" werden wollten – also weil ihnen der Einsatz schlicht zu riskant war. Kein Anbieter habe einen ähnlich grossen Kunden zeigen können, für den er eine hyperkonvergente Infrastruktur betreibe, so Langer.
 
Das Projekt der 120-köpfigen Informatik Aargau ist deshalb bewusst moderat dimensioniert. "Mit dem gezielten Einsatz von HCI in einem kleineren, klar definierten Umfeld sollen erste praktische Erfahrung in dieser Technologie gemacht werden, um die Basis für eine professionelle Weiterentwicklung zu schaffen", so Peta zum Vorgehen. (ts)