Tech Data - mit neuem Chef in die Restrukturierung

Die Zahlen des zweiten Quartals des laufenden Geschäftsjahres können sich sehen lassen: Der Umsatz legte im Vergleich mit dem Vorjahresquartal um zehn Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar zu und das Betriebsergebnis verbesserte sich um knapp sieben auf 110,4 Millionen Dollar. In Europa wurden 51 Prozent des weltweiten Umsatzes generiert und die Erlöse sogar um 13 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar gesteigert. Und im kommenden Quartal will der Broadliner wieder einen Umsatz zwischen 8,7 und 9 Milliarden Dollar erwirtschaften.
 
Gleichwohl will der Grossdistributor ein Restrukturierungsprogramm durchziehen, um künftig jährlichen Kosteneinsparungen zwischen 70 und 80 Millionen Dollar zu erreichen. Für dieses "Global Business Optimization Program" (GBO Program) will der vor wenigen Monaten als CEO angetretene Rich Hume in den nächsten zwei Jahren bis zu 80 Millionen Dollar investieren.
 
Begründet wird dieser Schritt zu mehr Wachstum mit dem Margen-Rückgang angesichts der Konkurrenzsituation speziell im europäischen Endpoint-, dem ehemaligen Broadline-Geschäft. Denn der weltweite Quartalsumsatz habe das obere Ende der Wachstumsprognosen erreicht, so der IBM-Veteran Hume.
 
Ziel des Programms sei deshalb, eine flexiblere und kosteneffizientere Organisation, die auf langfristiges, profitables Wachstum getrimmt wird. Das steht im Geschäftsbericht unter den Quartalszahlen. In den Regionen soll auf diese Weise das Go-to-Market verbessert werden. Die Partner im Channel sollen dann ebenfalls vom "greater value" profitieren. Man müsse zudem die Prozesse stärker digitalisieren, um schneller reagieren zu können, das Arbeiten müssen flexibler gestaltet und die Produktivität durch verstärkte Zentralisierung und Standardisierung in der gesamten globalen Organisation gestärkt werden. (vri)