In Windows 10 klafft eine Zero-Day-Lücke

Laut CERT Coordination Center (CERT/CC) an der Carnegie Mellon University klafft eine Lücke in Windows 10 und Windows Server 2016. Einen Patch dafür gibt es noch nicht. Mit einem Exploit der Schwachstelle sei es einem lokalen Nutzer möglich, System-Rechte zu erlangen.
 
Der CERT-Experte Will Dormann hat nach eigenen Angaben die Lücke erfolgreich ausgenutzt. In einem Tweet schreibt er, dass dies auf einem 64-Bit-System mit voll gepatchtem Windows 10 möglich gewesen sei. Auch Windows Server 2016 sei davon betroffen, so Dormann. Ob und welche weiteren Windows-Versionen betroffen sind, ist bislang nicht bekannt.
 
Einen Schutz gegen den Bug im Handling von Advanced Local Procedure Call (ALPC) gibt es derzeit offenbar noch nicht. 'The Register' zitiert einen Microsoft-Sprecher, der verspricht, die Lücke so schnell wie möglich zu stopfen. Allerdings verweist dieser auf den kommenden Dienstags-Patchday, der erst am 11. September 2018 geplant ist.
 
Das CERT/CC hat eine Vulnerability Note veröffentlicht. (ts)