SBB-Chefdigitalisierer geht auf Ende Jahr

Von Microsoft wechselte Christof Zogg im September 2014 zur SBB, wo er die Nachfolge von Patrick Comboeuf antrat, dem Vater der SBB-Mobile-App. Nach etwas mehr als vier Jahren tritt Zogg nun auf Ende Jahr als Director Digital Business bei den SBB zurück. Das sagte er der 'Netzwoche', für die er Kolumnen schreibt.
 
Wer Nachfolger als Chef des 50-köpfigen Teams wird, sei noch offen, schreibt das Blatt. Zu den Gründen von Zoggs Abgang heisst es, er wolle eine neue berufliche Herausforderung suchen und prüfe verschiedene Optionen. Im Bereich Digitalisierung und Innovation wolle er sich weiter engagieren, sei aber nicht auf eine bestimmte Branche oder Firmengrösse fixiert. Nur in der Schweiz wolle er bleiben, wie er sagte.
 
Unter Zogg, der auch das ÖV-Projekt "Vertriebslandschaft 2020" leitete sei der digitale Ticketvertrieb rasch gewachsen. Der Umsatz sei verdoppelt und der Absatz verdreifacht worden. Ende 2018 wolle die SBB bereits mehr als 40 Prozent aller Billette digital verkaufen.
 
Neben viel Lob für seien Noch-Arbeitgeber hat Zogg auch von einem seiner Misserfolge erzählt. Eine von ihm initiierte Kampagne, bei der SBB mit Apple, Samsung und Digitec zusammenspannte, floppte. Nutzer von alten Smartphones, die die neue SBB-App nicht mehr nutzen konnten, sollten zum Kauf eines neuen, verbilligten Geräts angeregt werden. Der 'Netzwoche' sagte der studierte Sozialwissenschaftler und Informatiker, der einen MBA der University of Cambridge hält, dass am Ende gerade einmal drei Dutzend Smartphones abgesetzt werden konnten. (vri)