Einkaufen per Sprache bisher nur Hype

Die Realität des sogenannten "Voice Shopping" steckt weiterhin noch in den Kinderschuhen. Zu dieser Einschätzung kommt die Technologie-Newsplattform 'The Information' unter Berufung auf interne Zahlen des grössten Players in diesem Marktumfeld, Amazon Alexa. Zwar existierten allein rund 50 Millionen Alexa-Sprachlautsprecher und 20 Prozent der Benutzer haben sich auch mit den Einkaufsmöglichkeiten von Amazons smartem Assistenten beschäftigt.
 
Doch nur zwei Prozent der Alexa-Besitzer - also eine Million Menschen - verwendeten das Tool tatsächlich zum Einkaufen, heisst es. Die Zahl reduziere sich dann noch einmal, weil 90 Prozent derjenigen, die einen Versuch gemacht, es kein zweites Mal probieren. Die Plattform beruft sich bei seinen Angaben auf Insider, denen die internen Zahlen von Amazon zur Verfügung standen.
 
Statt fürs Shopping würden die Smart Speaker meist für einfache Fragen zum Wetter verwendet, um einen Timer einzustellen oder Musik abzuspielen. Folgt man den vorgelegten Zahlen, ist das Thema Voice-E-Commerce bislang nichts als ein Hype.
 
Diese Einschätzung ist deshalb so ernüchternd, weil Analysten davon ausgegangen waren, dass der Verkauf via Sprachbestellung durch Geräte aller Hersteller bis 2022 von heute zwei auf 40 Milliarden Dollar katapultiert werden könnten. Ende letzten Jahres hiess es noch, bis 2020 könne allein mit Alexa Einnahmen durch Voice-Shopping von fünf bis sechs Milliarden Dollar erwirtschaftet werden. (vri)