Wie steht es um den Zuger Online­händler Dodax?

Der von Christian Mayrhofer und Dominik Bieringer-Hinterbuchinger gegründete Onlineshop Dodax mit Hauptsitz in Zug kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten. Wie aus einem Eintrag im Handelsregister hervorgeht, hat ein Einzelrichter des Kantonsgericht Zug eine provisorische Nachlassstundung bis Anfang August gewährt. Nach der provisorischen Nachlassstundung folgt in der Regel das Konkursverfahren, ausser der Inhaber kann die Firma sanieren.
 
Bei Dodax ist seit mehreren Wochen niemand zu erreichen. Mehrere Anfragen von inside-channels.ch zur aktuellen Lage des Onlinehändlers blieben unbeantwortet, wie auch Fragen, die die 'Obwaldner Zeitung' an Dodax richtete.
 
Angeblich wurde Dodax, oder Teile des Unternehmens, an die österreichische Unternehmensgruppe MyWorld verkauft. Dies schreibt die 'Luzerner Zeitung' mit Berufung auf E-Commerce-Insider. Eine Bestätigung hierfür gibt es nicht. Ein Indiz dafür könnte aber der Eintrag von Marko Sedovniki im Handelsregister als Mitglied des Dodax-Verwaltungsrats sein. Denn Sedovniki ist laut seinem LinkedIn-Profil Vice Chairman von MyWorld. Auf Anfrage von inside-channels.ch schreibt MyWorld jedoch, dass ihnen "diesbezüglich keine Informationen vorliegen" würden.
 
Wie viele Angestellte Dodax aktuell in der Schweiz beschäftigt ist nicht bekannt. Vor wenigen Jahren beschäftigte die E-Commerce-Firma 120 Mitarbeitende in der Schweiz, Österreich, Deutschland und Polen. 2015 setzte Dodax 50 Millionen Euro um. (kjo)